Informations
Packliste
Mit meiner hier aufgeführten Packliste beanspruche ich keinerlei Vollständigkeit. Es sind Erfahrungswerte von mir oder von anderen Reisenden, bei denen ich immer wieder erstaunt war, wie sie die eine oder andere Sache gelöst haben. Zudem möchte sicherlich auch jeder unterschiedlich Reisen. Der eine fährt von Hotel zu Hotel für 10 Tage, der andere ist zwei Monate unterwegs und steht mehr auf wildes Camping und low Budget. In dieser Liste versuche ich alles das aufzuführen was wirklich mit sollte.
Klamotten
|
Leben
|
Hygiene
|
Küche
|
Motorrad
|
3 Paar Socken
|
1 Zelt
|
1 Zahnbürste
|
1 Kocher
|
1 Satz Inbusschlüssel
|
2 Paar dicke Socken
|
Ersatzheringe
|
1 Zahnpasta
|
1 Kochgeschirr
|
1 Satz Ersatzschrauben
|
3 T-Shirts
|
Zeltleinen
|
1 Rasierer
|
1 Eßbesteck
|
1 Kombizange
|
3 Unterhosen
|
1 Isomatte
|
1 Duschgel
|
Spüli
|
1 Ratsche
|
2 dünne Pullover
|
1 Schlafsack
|
1 gr. Handtuch
|
1 Abtrockhandtuch
|
1 Satz Nüsse
|
1 Jogginghose
|
1 Taschenlampe
|
Rei (in der Tube)
|
1 Schwamm
|
Bindedraht
|
1 Leggins
|
1 Neonlampe
|
Nageletui
|
2 Feuerzeuge
|
Kabelbinder
|
1 Paar Birkenstock
|
 |
 |
1 Lappen
|
Flickzeug
|
1 Halstuch
|
Sonstiges
|
 |
 |
2 Montiereisen
|
1 Paar Sommerhandschuh
|
Karten
|
Kreditkarte
|
 |
Isoband
|
1 Paar warme Handschuh
|
Kompass
|
Fähr-/Bahntickets
|
 |
Luftpumpe/Kartuschen
|
1 Paar dünne Unterhandschuh
|
DJH-Ausweis
|
Werkstattverzeichnis
|
 |
Kettenfett
|
Regenkombi
|
Auslandskr.-Versicherung
|
Reiseapotheke
|
 |
Benzinschlauch
|
Überschuhe
|
Int.-Führerschein
|
 |
 |
1 Satz Zündkerzen
|
Maske
|
Fahrzeugpapiere
|
 |
 |
1 Kupplungszug
|
 |
Euroschutzbrief
|
 |
 |
1 Bremszug
|
 |
Euroschecks
|
 |
 |
 |
kleidung
Außer das natürlich klar ist, die Motorrad Montur mitzunehmen, stellt sich zumeist danach gleich die nächste Frage: Und was noch?
Die Antwort darauf ist im Prinzip ziemlich einfach: Weniger ist mehr. Dies sollte man vor allem unter dem Aspekt des Volumens betrachten. Heute ist es Gang und gebe mit Koffern in den Urlaub zu fahren, die zusammen leicht 70 l schlucken können. Aber spätesten nach dem ersten ausräumen im Zelt paßt nicht mehr alles hinein. Und zu Hause im Wohnzimmer klappte es doch noch so gut. Außerdem kann die gebrauchte Wäsche nicht in der Form zusammengelegt werde wie es im ungetragenen Zustand möglich war. (Niemals voll packen!!!)
Es war auch für mich ein nervendaufreibener Weg bis zur obigen Packliste. Aber seien wir doch einmal ehrlich. Wir Motorradfahrer haben den ganzen Tag Leder oder Goretex an. Bei schönem Wetter kann ich jeden morgen frische Wäsche anziehen, die dann am Mittag schon wieder durch ist, nur weil wir in Barcelona zur Mittagszeit im Stau standen. Die Unterwäsche kann man trocknen und noch ein paar Tage tragen bis es gar nicht mehr geht. Bei nächster Gelegenheit kommt das Rei zum Einsatz und alles ist wieder sauber. Im Zweifel haben wir immer noch einen Satz dabei. Das gilt natürlich auch für die anderen Sachen. Also waschen, wenn es wirklich nicht mehr geht. Kommt man trotzdem nicht klar, geht man ins nächste Kaufhaus und beschafft sich ein paar billige Klamotten. Nur wenn zuviel dabei ist schmeißt man leider nichts weg.
Die anderen Sachen dienen eigentlich nur rein praktischen Zwecken. Die Jogginghose aus Falschirmtuch kann unheimlich klein verpackt werden und man paßt sich zusammen mit den Birkenstock jedem deutschen Touristen auf dem jeweils hiesiegen Campingplatz an. Die anderen Sachen sind immer gut zum drunter oder übereinander tragen, wenn es mal kalt ist oder natürlich Nachts. Womit wir zum nächsten Thema kommen.
Das Leben
beginnt unterwegs meist mit dem Erwachen. Hier gibt es zweierlei Möglichkeiten. Total zerfroren oder volkommen verschwitzt. Beides ist meist recht unangenehm und förderte den Schlaf in der Nacht auch nicht so besonders. Das liegt im Grunde genommen daran, daß es Experten gibt die im Sommer mit ihrem -50 Grad Schlafsack unterwegs sind, weil der 500,- DM gekostet hat und gut sein soll, oder, daß der Schlafsack zu dünn ist und keine passenden Sachen zum anziehen mitgenommen wurden.
Als erstes sollte man sich also die Frage stellen wann fahr ich eigentlich! Zum Wintercamping nach Murmansk oder im April nach Spanien. Nachdem ich mir auch die eine oder andere Nacht den Allerwertesten abgefroren habe und die Nacht darauf wieder im nächtlichen Schweiß zubrachte, bin ich zudem Schluß gekommen, daß ein Sommerschlafsack völlig ausreichend ist von April bis Oktober. Es ist nur wichtig, die richtigen Klamotten zum anziehen zu haben, wenn es kalt wird (Leggins, dünne Pullover, dicke Socken). Dies kann zwar auch mal unangenehm werden, aber man lebt nicht in den Extremen.
Weiterhin ist es natürlich immer eine Wonne ohne Rückenschmerzen den Tag zu beginnen und sich ohne Verspannungen aufs Mopped zu setzen. Meist ist ein Unwohlsein auf die Isomatratze zurückzuführen. Die Meisten sind einfach schlecht und schon seit dem Familienurlaub an der Nordsee in den 70´ Jahren nicht mehr zu gebrauchen. Lange Rede kurzer Sinn: der Trend geht zur Selfinflating matrass (nicht mistress!!). Geht zu Globetrotter und legt Euch drauf. Es gibt nichts Besseres.
Aber das alles nützt natürlich auch nichts, wenn die Schlafsäcke durchnäßt sind, weil das Zelt bei Windstärke 10 und sturmflutartigen Regenfällen schlapp gemacht hat. Da friere ich lieber und bleibe trocken. Mit den Zelten ist das immer so eine Sache. Da kann man viel Geld ausgeben und fällt doch auf die Nase. Im Prinzip gilt aber doch, je teurer desto besser. Es werden bei teureren Zelten reißfeste Stoffe genommen, die auch nicht gleich kaputt gehen, wenn man nach einer Flasche vino tinto mit der Stahlkappe des Endurostiefels ins Zelt stolpert. Meistens weisen die teuren Zelte auch eine höhere Wassersäule auf. (Eine Röhre mit 1 cm Durchmesser, die mit Wasser aufgefüllt wird, um zu sehen, wann der Stoff durchlässig wird). Ab ca. 300 mm Wassersäule kann man davon ausgehen, daß man während des Schlafens nicht selbständig mit Schwimmbewegungen anfangen muß. Wer das Geld hat kann sich natürlich auch ein Zelt mit 5000 mm Wassersäule kaufen. Dafür muß dann aber der Urlaub nochmal um ein Jahr verschoben werden.
Da durchaus die Gefahr besteht, daß es im Urlaub auch dunkel werden kann, braucht man eine Lichtquelle. Eine normale Taschenlampe mitzunehmen ist dabei wohl selbstredend. Was macht man aber abends im Zelt? Mit der normalen Taschenlampe ist das immer so ein Heckmeck. Bis das Glas abgedreht, die Lampe unvorsichtig umgestoßen wird und die Birne kaputt geht, merkt man man plötzlich, daß man im Dunkeln sitzt. Abhilfe schaffen dabei Taschenlampen mit Neonröhren. Die verbrauchen zwar mehr Batterien, aber es ist sogar möglich ohne Augenzwickern ein Buch zu lesen. Außerdem gibt es diese Dinger häufig als Sonderangebote bei Baumärkten. Einfach mal schauen.
Hygiene
Liebe Motorradfahrer, übertreibt es nicht. Ihr fahrt den ganzen Tag in denselben Klamotten herum. Da könnt ihr euch noch so schrubben wie ihr wollt, der Dreck ist einfach überall. Nein, aber im Ernst. Ich habe es auf keiner Moppedtour geschafft eine ganzen Tag unterwegs zu sein ohne am Abend keinen Dreck unter den Fingern zu haben. Das ergibt sich schon automatisch durchs Zelt Auf- und Abauen, die Ölkontrolle, wobei wieder die Verkleidung teilweise runter muß und Ähnliches. Nehmt einfach mit was Ihr zum Duschen und Zähneputzen braucht, sowie einen guten Deostift. Vielleicht fahrt Ihr auch in ein Land, indem es nicht möglich ist jeden Tag zu duschen. Falls dann wirklich noch etwas gebraucht wird kann man es vor Ort besitmmt irgendtwo käufllich erwerben. Außerdem denkt immer an den Platz. Ein Mopped ist eben kein Wohnmobil.
Kochen
Diejenigen die es sich leisten können sparen natürlich den Platz für die Küche und nehmen Mausis Beautybox mit, um dann jeden Tag essen zu gehen. Wenn Mausi nicht mitkommt oder das Geld nicht vom Himmel fällt, kommt man um das Kochen schwerlich herum. Aber mit welchem Kocher soll das vonstatten gehen? Wie immer gibt es viele Möglichkeiten mit vielen Vor- und Nachteilen. Jeder erinnert sich bestimmt noch an sein erstes Mal(!) zelten mit dem guten blauen Camping Gas Kocher. Ein Oldie unter den Kochern und funktioniert bestimmt immer, hat ja auch schon jeder seine Erfahrungen gemacht. Allerdings sollte man sich rechtzeitig erkundigen, ob es im Zielland auch passende Kartuschen zu kaufen gibt, sonst bleibt plötzlich die Küche kalt. In Europa gibt es da meist keine Probleme. Anderswo schon und wegen begrenztem Stauraum kann man leider nicht zehn Kartuschen mitnehemen.
Eine Alternative ist der Benzinkocher. Er hat erheblich mehr Power und wenn man kein Benzin mehr hat, ist das kalte Abendessen das kleinere Übel. Mit dem Benzinschlauch läßt er sich immer schön nach Bedarf aus dem Tank auffüllen. Der Nachteil ist ein erheblich höherer Anschaffungspreis.
Die andere Möglichkeit ist der Petroleumkocher, der meist mit einem kompletten Kochgeschirr zusammen verkauft wird. Macht das Ganze wieder klein und gut zu verpacken. Diese Dinger sind auch teuer in der Anschaffung. An den Tankstellen gibt es Petroleum häufig nachzukaufen.
Nicht zu vergessen ist der gute alte Esbitkocher. Hierbei sind aber nur die Würfel wichtig. Sie sind klein und es kann schnell ein zusätzlicher Kocher gezaubert werden. Ein paar Nüsse auf den Boden gestellt und den zweiten Topf drauf, mit dem Ergebnis, daß die Nudelsoße mit den Nudel gleichzeitig fertig ist. Oder man nimmt es einfach als Ersatz mit.
Mir sind aber auch schon Motorradfahrer in Marocco begegnet, die sich nur von Brot und Früchten ernähren. Aber ob das jedermanns Sache ist???
Routenplanung
Die Routenplanung ist nunmal immer das Schönste vor dem Urlaub. Da fährt man mit dem Finger auf der Landkarte in und her, jeder für sich und plötzlich geht der Stress los. Das Zielland ist bestimmt und unumstritten, aber der eine will nach Süden, der andere in den Norden und irgendjemand kommt auf die idee einen Strandtag einlegen zu wollen. Was machen!?
Die erste Überlegung ist eigentlich, wie man überhaupt dorthin kommt, selber fahren, Bahn oder muß man eine Fähre nehmen? Mein persönliches Entscheidungskriterium ist die Gemütlichkeit. Ich fahre in den Urlaub und nicht auf eine kilometerreißende Stresstour. Je weiter Weg, desto weniger dorthin fahren. Über den Rest muß man sich eben irgendtwie einigen.
Aus meinen Erfahrungen hat sich eine Tagesetappe von ca. 350 KM als sehr angenehm erwiesen. Es ist Zeit in Ruhe zu Frühstücken, Zelte abzubauen und alles aufzuladen, was schon mal ziemlich lange dauern kann. Zudem gibt es einem die Möglichkeit die Cafés in verschiedenen Regionen zu testen und auch mal eine Mittagspause einzulegen. Wohingegen bei Etappen von mehr als 500 KM einem irgendtwann doch die Pobacken wehtun. Außerdem macht es bei Regen nicht soviel Spaß durch die Gegend zu fahren und es gibt einem die Möglichkeit auch mal zwei Etappen an einem Tag zu fahren, wenn eine Regenpause eingelegt werden mußte.
Ein weiterer Punkt sind die Straßenverhältnisse. Zu Hause auf der Karte sah das alles ganz anders aus, mag man feststellen, wenn das Motorrad zum Schlaglochsuchgerät umfunktioniert wurde. Also nicht zu viel wollen und erstmal losfahren, um sich vor allem Raum für spontane Entscheidungen zu lassen, was uns zum nächsten Punkt führt.
Die Frage nach den Straßenkarten stellt sich vor jedem Urlaub immer wieder. Man fährt auch meist woanders hin.
Häufig ist es gut eine große Übersichtskarte mitzunehmen. Dort können schnell die Entfernungen abgelesen werden und der eigene Standort ist zudem auch noch ersichtlich. Weiterhin ist es aber sehr schön, Karten von kleinem Maßstab zusätzlich mitzunehmen. Nur dort sind nämlich die wirklich reizvollen Nebenstrecken zu erkennen, die das Motorradfahren erst so richtig zum Spaß werden lassen. Hier kommen wir auch wieder zu den Tagesetappen zurück, denn auf diesen Straßen schafft man vielleicht gerade eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Km/h, wegen der wunderschönen Landschaft und der ganzen Kurven. Aus diesem Grund sollten diese Karten mit dem Touristenführer auch bei der Routenplanung gegenwärtig sein.
Daher immer darauf achten, daß nicht nur im Sattel gesessen werden muß. Es kann auch mal vorkommen, daß man andere Biker im Urlaub trifft, die einem herrliche Strecken empfehlen und sowas sollte kurzfristig berücksichtigt werden können.
GPS
Satellitennavigaton am Motorrad. Eine herrliche, wunderschöne Sache, die man in Europa zumindestens nicht braucht, aber mittlerweile immer mehr haben, da es immer billiger wird. Besonders klasse ist das GPS in Verbindung mit der Computersoftware, mit der die gesamte Tour auf den PC überspielt werden kann, genauso wie die Tour am PC geplant und ans GPS geschickt werden kann. Um mit dem GPS aber auch unterwegs etwas anfangen zu können muß ein Laptop mitgenommen werden (Schon wieder weniger Platz für die Klamotten) oder es werden Karten (Därr) mit einem Gitternetz mitgenommen. Diese Version ist aber ziemlich aufwendig, wenn die Route aus der Karte abgelesen und in das GPS eingegeben werden soll. Außerdem für Europa nicht nötig.
Wenn die Tour allerdings Richtung Afrika, z.B. Marocco, geht ist es eine Sicherheit an die gedacht werden sollte, insbesondere, wenn im Süden auch mal in die Wüste gefahren wird. Nicht vergessen: Wer mit dem Kompass nicht umgehen kann, der hat dort auch mit dem GPS nichts verloren. (Es könnte kaputt gehen).
Wer eins haben will, bei dem entscheidet meist der Geldbeutel die Version, denn ein bißchen Zubehör braucht man dafür schon. (Lenkerhalterung, Bordnetzkabel, etc. siehe z.B. Touratech AG)
Wie gesagt, es ist für Europa eher ein schönes Spielzeug, welches aber als ein zweiter Kilometerzähler, Tacho, Kompass, Höhenmesser doch auch interessante Daten beim Fahren liefert. Zudem gibt es eine Uhr und die aktuellen Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten. Wenn man es denn braucht!!!
Reifen
Tja, mit den Reifen ist das immer so eine Sache. Da überlegt man sich wie die Straßenverhältnisse wohl sein werden und muß dabei immmer im Hinterkopf die gesamte Strecke habe, damit die Reifen einen auch wieder nach Hause bringen. Welche zieht man sich nun also drauf, bevor es in den Urlaub geht? Für die Auswahl der Reifen gibt es die verschiedensten Kriterien, die auch von jedem anders bewertet werden. Da gibt es Motorradfahrer in Marocco mit einer Varadero, die mit Mausi und dem ganzen Hofstaat unterwegs sind, und wirklich den Entschluß getroffen haben, sich für Marocco Michelin Desert drauf zu ziehen. Der hält ungefähr 6000 km und ist schon zur Hälfte abgefahren bevor man überhaupt den ersten Sand gesehen hat. Fraglich ist weiterhin, ob man beim Anblick von Sand nun auch dort hineinfährt, mit Mausi und Hofstaat auf dem Bock.
Nun fahren auch nicht alle Menschen Enduro, was ja auch jedem selber überlassen ist.Ees sollte bei der Auswahl von Reifen darauf geachtet werden, daß der Reifen eine Stahlkarkasse hat und midestens 10.000 km bis 14.000 km hält. Es gibt nichts schlimmeres, als im Urlaub einen Platten zu haben und den dann mühsam zu flicken (nicht jedermanns Sache!!) oder sich in Spanien neue Reifen kaufen zu müssen, weil alles runter gefahren ist. Ob es dann nun doch Stollereifen bei einer Enduro sein müssen, ist natürlich jedem Geldbeutel selber überlassen. Für mich ist es jedenfalls kein Spaß nur für Stollenreifen 250 € bis 350 € im Urlaub auszugeben, um mir danach wieder neue Reifen kaufen zu müssen. Bei meiner Enduro haben sich jedenfalls die Metzler Enduro 4 bewährt, Stahlkarkasse und 24.000 km Laufleistung. Mit dem kommt man auch durch den Sand.
Motorrad
Mit dem Motorrad ist es im Urlaub immer so eine Sache, weil die Dinger nun mal viel anfälliger sind als Autos. Meist kennt man auch die Macken schon ziemlich gut. Wichtg ist auf alle Fälle, daß für die Macken, die man kennt, auch das passende Werkzeug mitgenommen wird.
Weiterhin sollte auf alle Fälle ein Satz Inbusschlüssel mit dabei sein, zur Entfernung der gesamten Verkleidung, sonstige spezielleren Schreubenschlüssen, Flickzeug mit Kartuschen zum Aufpusten der Reifen und Überbrückungskabel. Dies ist besonders bei den Japanern angesagt, weil die Batterien eigentlich viel zu Schwach sind. Ein BMW-Fahrer wird mit seiner Autobatterie wahrscheinlich nur milde lächeln. Überbrückungskabel gibt es speziell für Motorräder oder man kauft sich einfach nur die Kabel ohne Klemmen oder schneidet diese ab (Platz sparen). Ist wahrscheinlich billiger. Ansonsten sollte eigentlich alles an Werkzeug mitgenommen werden, um die Karre wieder flott zu kriegen. Dazu gehören auch passende Ersatzschrauben und vielleicht ein Schlauch für den Hinterreifen.
Es ist auch sehr angebracht immer etwas Bindedraht, Kabelbinder und Isolierband dabei zu haben. Bei einem Umfaller kann man damit sehr schön die aufgeplazten Koffer reparieren oder Ähnliches. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Letzenende sollte aber auch berücksichtigt werden,wenn etwas teures kaputt geht sowieso nicht das richtige Teil im Gepäck ist. Also können Lichtmaschinen, Kühlergrill und was weiß ich nicht noch zu Hause gelassen werden. So etwas regelgt sichunterwegs immer irgendwie. NUR DIE RUHE!!!
Tagebuch
ist ein wunderbare Sache und eine schöne Erinnerung. Mir selbst wahr nie so nach Tagebuch schreiben. Ich lebe im hier und jetzt und schaue immer nach vorne und nicht zurück. Deshalb kam es eigentlich nie in Frage zu Hause Tagebuch zu schreiben. Angefange habe ich damit leider erst auf meiner letzten Reise, als ich zwei Monate durch Südeuropa und Marocco gefahren bin. Es ist einfach schön sich nach einem langen Tag auf dem Bock abends mit einem Kaffe hinzusetzten und sich die zehn Minuten nimmt, um einmal kurz den Tag Revue passieren zu lassen, um die Highlights nieder zu schreiben. Spätestens nach der Heimkehr, wenn die Bilder alle etwickelt sind, schaut man auch wieder ins Tagebuch und ist zumeist erstaunt wieviele lustige Kleinigkeiten schon wieder vergessen wurden. Sich nach dem Urlaub mit Tagebuch und Bildern hinzusetzten ist, als würde man die ganze Reise nochmals machen.
|