Die Katharer



Im 12. Jhd. flammten, wegen Unmuts gegenüber der katholischen Kirche, überall im Lande neue sogenannte Häresien auf. Unter Ihnen die Katharer. Sie glaubten daran das nur das Geistige, also die Seele, dem Guten angehörte und alles Weltliche der Schöpfung des Bösens entsprach. Beim einzigsten Sakrament der Katharer, der Geistestaufe, besinnt sich der Geist daß er der guten Schöpfung angehört. Der Getaufte den man nun einen guten Christen, oder Vollkommenen nennt, muß während seines ganzen Lebens Askese üben und die Botschaften der heiligen Evangelien aufs Wort befolgen. Er ist sich sicher das sein Geist nach dem Tod zur guten Schöpfung zurückkehrt, während die katholische Kirche die Sünder in die Hölle schickt. Diese neue Religion untergräbt die festgefügte Feudalgesellschaft. Sie verwirft die Ehe, sowie die Treuegelübte zwischen Lehnsherr und Lehnsmann. Sie verkündigt die Gleichberechtigung von Mann und Frau und predigt, in einer Zeit nie enden wollender Kriege, von Frieden.
Aus vielerlei Gründen fühlten sich zahlreiche Adlige vom Katharischen Glauben angesprochen. Einige bestach dessen Toleranzgebot. Andere waren durch die Korruptheit der Kirche desillusioniert worden. Und wieder andere wünschten sich ein Ende des Zehntwesens herbei, das große Teile ihrer Einkünfte in den päpstlichen Schatzkammern verschwinden ließ.





Kreuzzug gegen den Gral



All dies beunruhigte Rom und schickte seine besten Prediger ins Land, um diese Ketzer wieder heim zum wahren Glauben zu führen. Unter Ihnen der hl. Dominikus. Doch die Katharer ließen sich nicht bekehren. Als am 14.01.1208 der päpstliche Legat Pierre de Castelnau ermordet wurde, ohne greifbare Beweise der Graf von Toulouse, Raimund VI., der den Katharern Schutz gewährte, der Mittäterschaft angeklagt und exkommuniziert. Es wurde ein Kreuzzug gepredigt gegen die Ketzer und ihre Helfershelfer. Der Papst bat den König von Frankreich den Kreuzzug anzuführen, doch er dankte ab, ließ aber seinen Lehnsmännern freie Wahl.

Im Jahre 1209 war es dann soweit, ein Heer von Kreuzfahrern stand vor den Toren Beziers und forderte die Herausgabe der katharischen Mitbürger. Noch während den Verhandlungen wurde die Stadt gestürmt. Auf die Frage wie Sie denn die überhaupt Katharer erkennen können, wurde geantwortet:

Erschlagt Sie alle! Gott wird die seinen schon erkennen!

Und so kam es zu einem unglaublichen Gemetzel ohne Gleichen. Ob alt oder jung, Mann oder Frau, und sogar Kinder, alle wurden erschlagen und die Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Die Zahl der Toten wird mit 20000 angegeben.
Die Kreuzritter bewegten sich weiter in Richtung Carcassonne


Der Schatz Inhaltsverzeichnis Carcassonne