Château Montségur
Mont ségur = sicherer Berg. In 1207 Meter Höhe, auf dem felsigen Gipfel des "Pog" thront die legendäre geheimnisumwitterte Burg von Montségur. Die allein durch die natürliche Beschaffenheit ihres Standorts befestigte Burg, scheint unzugänglich. Raymond de Péreille, der Burgherr, schuf aus den Überresten des ehemaligen Bollwerks eine Verteidigungsanlage, erst ab 1232 Verdiente der Posten die Bezeichnung "Burg".
Annähernd 500 Personen lebten in der Burg und in dem kleinen zu Füßen der Mauern errichteten Dorf. Vom Beginn des Kreuzzugs an erschütterten schwere Vorfälle das gesamte Langguedoc, aber sie Beeinträchtigen in keiner Weise das Leben in Montségur. Erst 1242 sollten die Verteidiger der Festung in Aktion treten. 60 Mann unter der Führung von Pierre Roger de Mirepoix zogen nach Avignonet.
Dort rächten sie den Süden für die Übergriffe der Inquisition, in dem sie die Mitglieder des Gerichts töteten. Diese Aktion bedeutete den Untergang für Montségur. 1243 auf den Konzil von Béziers wurde beschlossen, die Burg muß zerstört werden.
Im Mai des Jahres schlagen 6000 Mann, unter der Führung von Pierre Amiel, Seneschall von Carcassonne, und Hugues des Arcis, Erzbischof von Narbonne, ein Lager auf. Das ist der Beginn einer langen Belagerung. Trotz ihrer massiven Überlegenheit ( 6000=>500, oder 12=>1 ), gelang es ihnen nicht die Burg völlig einzuschließen. Bei Einbruch des Winters hatte sich die Lage nicht grundlegend verändert und die Kreuzfahrer begannen zu ermüden. Deshalb holte man sich klettererfahrene Söldner aus der Gascogne, die in der Nacht den Steilhang erklommen und sich des Vorwerks bemächtigten. Auf diese Weise faßten die Franzosen Fuß und konnten dort ihre Kriegsmaschinen installieren. Der immer stärker werdende Druck, Mangel an Lebensmittel, Vergiftung des Wasser und das Schwinden der Hoffnung auf Unterstützung zwingen die Belagerten zu verhandeln. Nach zwei Wochen Waffenstillstand ergaben sich die Bewohner der Burg. Vorher feierten sie noch ein großes Fest, bei dem sich noch einige Katharer zu Vollkommenen weihen ließen, obwohl sie genau wußten daß das ihren Tod bedeuten würde. Am 16. März 1244 wurde die Burg übergeben. 205 Katharer die Ihren Glauben nicht abschwören wollten wurden auf den Scheiterhaufen verbrannt.
An dieser Stelle steht heute ein Gedenkstein, auf dem Prat de Cramats. In der Nacht zuvor konnten sich noch vier Personen retten. Mit sich führten sie den Schatz von Montségur, was auch immer dieser war.
Carcassonne
Inhaltsverzeichnis
Château Peyrepertuse