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Die Kolonisierung wurde zunächst auf mehr oder weniger friedliche Weise versucht. Man handelte mit den Vertretern der Namas und Hereros Verträge aus. In diesen "Schutzverträgen" wurde beiden Gruppen militärischer Schutz zugesagt. Im Gegenzug erklärten diese sich bereit, die Inbesitznahme oder Nutzung ihres Landes durch deutsche Siedler zu tolerieren.
Sowohl Hereros als auch Namas erkannten jedoch schliesslich, dass die deutsche Kolonisierung ihre ursprünglichen Lebens- und Existenzmöglichkeiten bedrohte. Beide Volksgruppen erhoben sich zum Kampf. Die militärischen Auseinandersetzungen dauerten bis zum Jahre 1908 und endeten mit der völligen Unterwerfung der schwarzen Bevölkerung.
Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde das Gebiet durch Südafrika besetzt. 1920 erhielt Südafrika das Land vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugesprochen. Das Mandat wurde 1966 von der UNO wieder aufgehoben. Südafrika weigerte sich jedoch, diese Entscheidung anzuerkennen. Es folgten lange Jahre der militärischen Auseinandersetzung zwischen Südafrika und der von der UNO gestützten namibischen Befreiungsorganisation SWAPO. Am 21. März 1990 konnte die politische Unabhängigkeit schliesslich verwirklicht werden. Namibia erhielt eine demokratische Verfassung. Die SWAPO ging aus den ersten Wahlen als stärkste Partei hervor. Ihr Führer Dr. Sam Nujoma wurde erster Präsident Namibias.

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