Schiller : Biographie
 
- geboren: 10.11. 1759 in Marbach
- stammt aus armen Familienverhältnissen
- 1773-1780 Ausbildung an der Karlsschule
- studierte erst Jura, dann Medizin
- lernt Shakespeare, Goethe, Lessing und Rossau
- 1780 Regimentsarzt
- 1782 "Die Räuber" in Mannheim uraufgeführt -> Publikum begeistert
- bekam 14 Tage Arrest
- 1782 nach Mannheim geflohen -> Hoffnung: feste Anstellung als Theaterdichter
- nach Thüringen geflohen -> Unterkunft bei Frau von Wolzogen -> entstand "Kabale und Liebe"
- Angebot vom Theater in Mannheim -> blieb in Thüringen
- 1784 Mannheimer Theaterkonzeption entstanden
- 1785 Leipzig -> Dresden : bei Gönnern -> Verehrer der Kunst Christian Gottfried Körner
- "Don Carlos" und "Ode an die Freude" dort entstanden
- 1787-1788 in Weimar
- 1789 Proffessor für Geschichte in Jena
- 1790 Heirat mit Charlotte Friedrich
- 1790 Arbeit bei Herzog von Weimar
- Historische Studien z.B.: über den 30-jährigen Krieg
- ab 1794 intensiver Kontakt zu Goethe (literarische Gespräche) bis 1798
- 1797 BALLADEN JAHR z.B.: Handschuh, Taucher, Bürgschaft, Ibykus
- 1799 nach Weimar gezogen
- Jahresgehalt: 400 Taler im Jahr (Familie= Frau + Tochter + 2 Söhne)
- 1800 Nervenfieber
- 1800 "Maria Stuart" Uraufführung
- 1801 Cholera
- 1801 " Die Jungfraau von Orleans" Uraufführung
- 1802 eigens Haus in Weimar -> erblicher Adelsstand durch Kaiser
- 1803 "Tell" geschrieben
- 1804 uraufgeführt
- 1804 nach Preußen (Berlin und Potsdam) gereist
- Jahresgehalt: 800 Taler
- 1804 erneut erkrankt
- 1805 Rückfall -> 09.05. 1805 gestorben in WeimarNervenfieber
- 1800 "Maria Stuart"

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Kabale und Liebe: Hintergrund
 
Zusammenhang mit Schillers Leben
 
- der Herzog regierte mit Willkür
- Soldatenverkäufe -> Verkauf von Landeskindern
- Einschränkung der persönlichen Freiheit -> Karlsschuls (Militärschule) Schillers Mannheimer Theaterkonzeption Aufgaben des Theaters
- aufmerksam machen
- führt Schicksale vor
- Fürstenerziehung
- Schule der prakt. Wahrheit
- Wegweiser durch das Leben
- Spiegel
- lehrt Gerechtigkeit, Menschlichkeit, nachsichtsvoll, Duldung, Tugenden, Kunst
- Zugäng zur menschl. Seite
- Moral
- wie Gericht Wirkungsmittel des Theaters
- Wahrheit / Spiegel
- keine Rücksicht
- zieht in fremde Bedrängnisse -> mitfühlen
- Phantasie
- Moral
- Schwächen belachen
- Satire / Spot / Scherz Möglichkeiten der Wirkung
- Schrecken
- Lachen / Scherz
- Tränen
- Gewissen wird gefoltert
- über sich nachdenken
- Zuwachs an Mut und Erfahrung
- bessere Erzählung durch Theater
- Informativ
- Duldung, Tugenden, Kunst
- Zugäng zur menschl. Seite
- Moral
- Menschen vor schlimmeren bewahren

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Kabale und Liebe: Handelnde Personen
 
Ferdinand: - adlig
Luise : - bürgerlich
Präsident : - adlig
Hofmarschall von Kalb : - adlig
Wurm : - bürgerlich
Herr Miller : - bürgerlich
Millerin : - bürgerlich
Lady Milford : - adlig
 
Ordne die handelnden Personen nach der sozialen Herkunft ein. Ermittle wann sie, daß 1.Mal vorgestellt werden. Untersucht, wo sie im Verlauf der Handlung auftreten.
Bürgertum Adel
Miller I,1 <-------- letzte Szene -------------- Präsident I,5
Millerin I,1 <----------------------------------------- Ferdinand I,4
Wurm I,2 ------------------------------------------> Lady Milford II, 1
Luise I,3 ------- IV, 7 --------------------------> Hofmarschal Kalb I,6
Bürgertum Adel

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Konflikte
 
3 Konflikte
1. Eltern Kind Konflikt
- in / zwischen den Familien
- 1. Akt 1., 2. und 7. Szene
- 2. Akt 5.- 7. Szene
- 3. Akt ------
- 4. Akt 5. Szene
- 5. Akt 1. u. 2. Szene
 
2. Ständekonflikt
- zwischen den Familien / Personen
- 1. Akt 3.-5. Szene
- 2. Akt 4.- 7. Szene
- 3. Akt 1.- 5. Szene
- 4. Akt 1., 3.-5. Szene
- 5. Akt 6. - 8. Szene
 
3. Liebeskonflikt
- zwischen Ferdinand und Luise
- 1. Akt 4. u. 5. Szene
- 2. Akt 3.-6. Szene
- 3. Akt 4. u. 5. Szene
- 4. Akt 5. Szene
- 5. Akt 1., 2., 6., u. 7. Szene

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Kabale und Liebe (Zusammenfassung)
 
Aufbau Szene II, 6
S. 46 unten bis Miller
- Präsident beleidigt alle -> will Luise dafür bezahlen
S. 46 unten bis Ende
- Konflikt: Miller + Präsident -> Miller mischt sich ein -> beleidigt Prä. -> soll bestraft werden
Ende: nach Rauschmiß -> Miller ins Zuchtaus
Verhalten
Präsident: unfreundlich, böse auf Ferdinand, beleidigend
grantig, rachsüchtig, Haß, unfreundlich, beleidigend
-> Millers ins Zuchthaus & an den Pranger
Miller: ruhig, sagt nichts
verteidigt Luise, beleidigt Prä., will Prä. rausschmeißen, verhöhnt ihn
 
 
Das Zentrum des Drames - Die Kabale
1. Analysiert die Szene III,36 unten bis Miller
- Präsident beleidigt alle -> will Luise dafür bezahlen
verteidigt Luise, beleidigt Prä., will Prä. rausschmeißen, verhöhnt ihn
 
 
Das Zentrum des Drame
1. Analysiert die Szene III,3

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Aufagbe zum Buch

Suche Textstellen heraus, aus denen hervorgeht
a) wie die Beziehung zwischen Ferdinand und Luise eingeschätzt wird
b) welche Interessen aus ihrem Verhalten hervorgeht
c) welche Vorstellungen vom Bürgertum und Adel in den Äußerungen deutlich werden.
 
Herr Miller
zu a)
- bringt sein Haus in Verruf
- fühlen sich erwachsen -> sind aber noch zu jung für so etwas
- nur Träume , wegen der Standesgrenzen -> feste Bindung kommt nicht in Frage
- Ferdinand will nur seinen Spaß
- verhöhnt die Beziehung
- für die Beziehung
- gut genug für einen Adligen
- F. heiratet L. auch wegen ihrer inneren Werte
zu b)
- Luise = Rentenversicherung (Schwiegersohn muß Tochter und ihn versorgen können)
- gegen die Beziehung -> nicht seine Schuld
- will sie mit Wurm verkuppeln
- will sie auseinander bringen
- will die Ehre seinner Tochter und seines Hauses retten
- will nicht, daß jemand davon weiß
- will keine Heirat mit einem Bürgerlichem
- scharf auf sein Geld
- hofft auf Aufstieg durch Heirat
- Tochter = Rentenversicherung -> aber auf eine andere Weise (materiell)
- geschmeichelt durch eine Heirat Motto: "Meine Tochter und ein Adliger"
zu c)
- nutzen das Bürgetum nur aus -> Spaß mit seiner Tochter haben
- rauben ihm und seiner Tochter die Ehre Millerin
- steht auf den Adel
 
Wurm
zu a) - erschrocken über die Beziehung von L. + F.
zu b) - sichere Zukunft mit Luise -> gutte Chancen durch Bezieh. zum Adel
- Luise = Ware
 
Hofmarschall von Kalb
- völlig überbelastet
- Tunte, Wichtigtuer, kindisch, sucht Körpernähe, Sonderling, extrem sensibel
 
Verhalten von Luise und Ferdinand in I,4
-ängstlich besorgt um Luise
-fürchtet die Macht des Präsidenten Vorwurf : sie liebt ihn nicht -> trennt sie -> hat wen anders
-Todesangst sieht keine Probleme -> Sohn des Präsidenten
-verzweifelt
 
Lady Milford in II,1und II,3
- unsicher, nachdenklich, Liebe geht vor Reichtum, beschwert, human -> will Leben /Leid
anderer Menschen verändern; teilw. egoistisch, charakterstark
Die Konfrontation der gegnerischen Parteinen
Szene II,4: Vorbereitung der Auseinandersetzung zwischen Adel und Bürgertum
Reaktionen der Personen:
Miller: aufbrausend, Schuldzuweisung an seine Frau, Beschimpfung, droht Wurm Prügel
an, Schuldzuweisung an Tochter ( Grund: Weiblichkeit + Schönheit)
Luise : Todesangst

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Stand: 20. Dezember 1998