Johan Wolfgang von Goethe : Die Leiden des jungen Werthers

Einleitung:

Der Briefroman die "Leiden des jungen Werthers" besteht aus 2 Büchern. Er stellt keine Korrespondenz zwischen zwei Briefpartner dar ,sondern ist eine monologische Folge von Briefen von Werther an seinen Brieffreund Wilhelm vom 4.5.1771-23.12.1771. Nur gelegentlich wird eine Stellungnahme von Wilhelm in Werthers Briefen erwähnt. Der Roman ist eine Art Zusammenfassung von Ereignissen in Werthers Leben.Viele Menschen fassen den "ersten" Roman als Autobiographie auf, was er aber nicht ist. Man vermutet das er Goethe von gefährlichen Gedanken, z.B.:Selbstmord, befreit hatte. Das Werk ist von Empfindsamkeit geprägt.
Das Werk entstand 1774, zur Zeit des Sturm und Drang. die Merkmale dieser Epoche sind auch im Werk wieder zu finden:
Als Sturm und Drang bezeichnet man die Zeit zwischen 1770 und 1785. Goethe nahm dabei eine zentrale Stellung ein. Das Ziel war: Sie wollten eine neue Freiheit im Denken, Empfinden und Leben. Im Werk sieht man die neuen Werte der damaligen Zeit. Sie werden am Schicksal und an der Person Werthers aufgezeigt, denn er sucht nach Liebe und Individualität.
Das Buch ist seiner Liebe zu Charlotte Buff gewidmet, die er nach seinem Praktikum in Wetzlar 1772 kennenlernte.

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Inhalt:

Über Werter ist nichts näheres bekannt (Herkunft,Beruf). Er ist jung, geistvoll und empfindsam.
Um die Erbschaft seiner Mutter zu ordnen und sich von Erinnerungen an ein Mädchen zu befreien, ist Werther in eine kleine Stadt gereist. Dort gibt er seine Seele voll der Natur in Wanderungen hin.
Auf einem Ball lernt er Lotte, die Tochter eines Amtmanns kennen und verliebt sich in sie. Lotte ist ein Ersatz ihrer toten Mutter für ihre Geschwister. Oft darf Werther sie auf ihren Spaziergängen begleiten. Aber Lotte ist fast mit Albert, der später ein guter Freund von ihm wird, verlobt.
Werther wird bewußt, daß Lotte nie ihm gehören kann und verläßt die Gegend. Er nimmt eine Stelle beim Minister an aber die Bürokratie erdrückt ihn und geht wieder. In der Gesellschaft wird er zurückgesetzt. Er folgt einer Einladung eines Grafen. Auf dem Weg dorthin fährt Werther durch die Gegend wo er aufgewachsen ist. Da ihm Materielles nichts bedeutet, verläßt er den Grafen wieder und geht wieder zurück in Lottes Nähe. Während dessen sind Lotte und Albert verheiratet aber seine Liebe zu ihr wird immer stärker. Dadurch geht die Freundschaft zwischen Albert und Werther kaputt. Da ein Leben für Werther so nicht mehr möglich ist, erschießt er sich mit Alberts Pistole. Auch Lotte wird später sterbend aufgefunden. Aber dies wurde erst durch einen Herausgeber bzw. Ossains bekannt.

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Autobiographische Elemente:

1772 war Goethe in eine Deiecksbeziehung zwischen Charlotte (kuz:Lotte) Buff und ihrem Verlobten Kestner verwickelt -> floh fluchtartig nach aus Wetzlar-> kurz darauf machte sein
Studienfreund Karl Wilhelm Jerusalem Selbstmord, wegen einer unglücklichen Liebe =>versuchte dies zu verarbeiten
-2 Motive:
*liebe zu einer gebundenen Frau
*Selbstmordgedanken ->wegen dieser Frau
-diese Motive bilden den Hauptinhalt des Werkes
-keine Korrespondenz zwischen zwei Briefpartner dar ,sondern ist eine monologische Folge von Briefen von Werther an seinen Brieffreund Wilhelm vom 4.5.1771-23.12.1771.
-subjektiv geschrieben, da nur aus der Sicht Werthers berichtet wird
-nur gelegentlich wird eine Stellungnahme von Wilhelm in Werthers Briefen erwähnt..
-der Roman ist eine Art Zusammenfassung von Ereignissen in Werthers Leben.

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Stand: 20. Dezember 1998