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Abkürzungen; Die gängisten Abkürzungen in NHL-Texten, Statistiken oder dieser Page gibt es hier.
Backchecking; Der Stürmer fährt nach einem Scheibenverlust mit dem angreifenden Stürmer mit und behindert ihn währendessen, um so den Angriff unterbinden zu können.
Bauerntrick; siehe 'Wraparound'
Boarding; Gewaltätiges Checken eines Gegners in die Bande; wird mit einer Strafzeit geahndet.
Break; Ein schneller, plötzlicher Angriff nach dem Scheibengewinn. Im Gegensatz zum 'Breakaway' muss hier der Weg zum Tor nicht unbedingt frei sein.
Breakaway; Ein schneller Tempokontergegenstoß, bei dem der angreifende, bzw. die angreifenden Spieler nur noch den Torwart vor sich hat, bzw. vor sich haben. Gute Breakaway-Spieler sind in der NHL vorallem die enorm schnellen und technisch brillianten Europäer, wie u.a. Teemu Selanne (Anaheim Mighty Ducks, Spitzname "The Finnish Flash"), Petrer Bondra (Washington Capitals) und Pavel Bure (Vancouver Canucks, "The Russian Rocket").
Conn Smythe Trophy; Dieser Pokal bekommt derjenige Spieler, welcher der wertvollste Spieler für sein Team in den Play-Offs war. Sie wird gleich nach dem Schlusspfiff des letzten Stanley Cup-Finals verliehen. Der ausgezeichnete Spieler erhält 10.000 Dollar. Sie wurde von der "Maple Leaf Gardens Ltd." zum Gedenken des ehemaligen Trainers, Managers und President Toronto's Conn Smythe gestiftet. Sie wird seit 1965 verliehen. Es gelang bisher niemandem, die Auszeichnung dreimal zu erhalten, aber einige schafften dies zweimal (Patrick Roy, Mario Lemieux, Wayne Gretzky, Bernie Parent, Bobby Orr).
Deke; Ein Maneuver, bei dem der Angreifer durch eine schnelle Bewegung den Verteidiger von seiner Bewegungsrichtung abbringt, um so auf der anderen Seite des Verteidigers vorbeizufahren.
Drop Pass; Ein Stürmer lässt die Scheibe kontrolliert auf dem Eis liegen, bzw stoppt sie, damit ein Mitspieler, welcher hinter ihm fährt, diese aufnehmen kann.
Enforcer; Das ist derjenige Spieler einer Mannschaft, der die eigenen Stars beschützt, damit diese ihre volle Offensivkraft entfalten können. Er ist auch derjenige, der durch Schlägereien und aggressive Aktionen den Gegner aus dem Konzept bringen soll. Die bekanntesten und effektivsten Duos waren Dave Semenko/Wayne Gretzky und Marty McSorley/Wayne Gretzky. In der heutigen NHL sind solche Kombinationen äußert wichtig geworden, denn durch die lange und anstrengende Saison ist der Kräfteverschleiß enorm. Superstars, die punkten und sich selbst verteidigen müssen, neigen sehr leicht zu Verletztungen. Das beste Beispiel hierfür ist Eric Lindros. Die besten Enforcer oder Goons, wie sie auch noch genannt werden, sind derzeit Bob Probert, Tony Twist, Tie Domi und Chris Simon.
Entry Draft; Das ist die Veranstaltung, bei der die NHL-Teams sich die besten Nachwuchsspieler ziehen, bzw. deren Rechte sich sichern. Die zehn Teams, die nicht in die Play-Offs gekommen sind, werden in einen Topf geworfen. Nach einem sehr komplizierten Lotterie-Verfahren wird dann die Ziehungsreihenfolge bestimmt (die Plätze 1 bis 10 werden so festgelegt). Die restlichen Plätze werden durch die Plazierungen der Play-Off-Teams bestimmt. Die beste Mannschaft der Regular-Season zieht als letztes. Der Draft erstreckt sich über elf Runden, wobei die Ziehungsreihenfolge immer gleich bleibt. Für den Draft ist jeder Spieler berechtigt, der mindestens 18 Jahre am 15. September des jeweiligen Jahres ist, bzw. nicht älter als 20 Jahre ist. Für europäische Spieler gibt es kein Maximum-Alter. Dieses System soll für eine auf Dauer ausgeglichene Liga bilden.
Expansion Draft; Jedes Mal, wenn ein neues Team, eine neue Franchise, in die NHL kommt, darf sich die jeweilige Organisation ca. 25 Spieler von den bestehenden Kadern der Teams nehmen. Die alten Mannschaften dürfen ihre 20 Spieler schützen. Dieser Draft fand vor der ersten Saison des neuen Teams statt. Normalerweise bekommen diese Expansion-Teams entweder zweitklassige Spieler oder Spieler, die schon über ihrem Zenit sind. Daraus resultiert logischerweise, dass Expansion-Teams immer recht defensiv ausgerichtet sind. Letzter Expansion Draft war am 26. Juni 1998. Die Nashville Predators holten sich so ihren Basiskader zusammen.
Five-Hole; Das sind die fünf offenen Löcher - wenn man frontal vor dem Goalie steht. Links oben, links unten, rechts oben, rechts unten und zwischen den Beinen, das sind die fünf Löcher, die eigentlich nicht von der Ausrüstung bedeckt werden.
Forechecking; Das ist das Bemühen, den verloren gegangenen Puck durch Stören des Gegners wieder zurückzubekommen, indem man den Gegner beim Aufbau hindert.
Frank J. Selke Trophy; Diese Trophäe wird jedes Jahr dem Stürmer verliehen, der am in der Defense glänzte ("to the forward who best excels in the defensive aspects of the game"). Der Sieger erhält 10.000, der zweite 6.000 und der dritte 4.000 Dollar. Die Auszeichnung wurde 1977 vom NHL Board of Governors der NHL gestfitet, in Gedenken an Frank J. Selke, dem großen Denker einiger Champioshipteams. Rekordgewinner ist Bob Gainey (vier Mal, Montreal Canadiens), gefolgt von Guy Carbonneau (drei Mal, ebenfalls Montreal).
Go to Guy, The; Leicht schwächere Bezeichnung für 'Guy to step up, The'
Goals-Against-Average; Um den Gegentorschnitt eines Goalies in NHL-Manier zu bestimmen, muss man die Gegentore (GA) mal 60 (für die Spielzeit) nehmen und dann dieses Produkt durch die gespielten Minuten teilen. In Statistiken wird dies immer mit GAA abgekürzt. Formel: GA x 60 / Min.
Grinder; Das sind die Arbeitstiere der NHL. Sie beschatten die gegnerischen Superstars, bzw. Offensivmonster. Durch permanenten Kontakt mit ihnen sollen sie mürrbe gemacht werden. Die bekanntesten der Geschichte sind Bob Gainey (Montreal Canadiens) und Bill Barber (Philadelphia Flyers); der Jetzt-Zeit: Esa Tikkanen, Adam Graves und Joey Kocur.
Guy to step up, The; Der absolute Schlüsselspieler einer Mannschaft. Diese Bezeichnung fällt hauptsächlich in den ganz spielentscheidenden Situationen der Play-Offs. Er ist der Spieler, der die Serie, das Spiel, entscheidet; derjenige, der einen besser macht als die anderen.
James Norris Memorial Trophy; Diese Trophäe wird jährlich an den besten Verteidiger der abgelaufenen Saison verliehen ("to the defense player who demonstrates throughout the season the greatest all-round ability in the position"). Der Sieger wird durch die Mitglieder der Professional Hockey Writers' Association (Verband von Eishockey-Journalisten) bestimmt. Das Preisgeld für den Gewinner liegt bei 10.000 Dollar, für den zweiten bei 6.000 Dollar und bei 4.000 Dollar für den dritten. Die Trophäe ist nach dem ehemaligen, schon lange verstorbenen Besitzer der Detroit Red Wings, James Norris, bennant. Sie wurde von den vier Kindern von Norris gestiftet. Zum ersten Mal wurde sie 1954 verliehen (an Red Kelly von den Detroit Red Wings). Rekordsieger ist Boston's Bobby Orr (1968 - 1975, achtmal), gefolgt von Doug Harvey, Montreal Canadians (1955 - 1958, 1960 - 1962, siebenmal).
Launching Pad; Dieser Ausdruck wurde von Mitspielern von Wayne Gretzky aus Oilers-Zeiten erfunden. Situation: Gretzky positioniert sich hinter dem gegnerischen Tor und hat so das komplette Spielfeld im Blick, so kann er heranfahrende Mitspieler schnell anpassen, damit diese dann mit einem One-Timer, einem Direktschuss abnehmen können.
Left Wing Lock Offense; Dieses von Scotty Bowman, Coaching-Legende bei den Detroit Red Wings, erfundene und bei den Red Wings praktizierte Spielsystem der Offensive funktioniert wie folgt: Bei einem Angriff bleibt der Left Wing immer etwas defensiver, um so eventuelle Breaks des Gegners schnell unterbinden zu können. Aber die Offensive wird nicht zu rechtslastig, denn der Left Wing bleibt eine Anspielstation. Derzeit, bzw. letzte Saison waren die Spieler für die linke Seite bei Detroit Sergei Fedorov, der wahrscheinlich besten Defensiv-Stürmer derzeit, Vycheslav Kozlov und Brendan Shanahan.
Neutral Zone Trap; Auch "delayed forchecking" (verzögertes Forechecken) genannt. Den Gegner kommen lassen, bis er sich im Mitteldritteln, der neutralen Zone, befindet und dann überfallartig stört, behindert, checkt. So sollen die Verteidiger dann an den Puck kommen und so den Gegenangriff einleiten. Eine gut gespielte Trap zerstörrt jedes schöne Eishockeyspiel im Keim. Dieses System wird derzeit von den Florida Panthers und den New Jersey Devils sehr erfolgreich praktiziert.
Passing Alley; Auch 'Passing Lane' genannt. Dies ist der Raum, in den der angreifende Spieler ohne Risiko passen kann, um so seiner Mannschaft zu einer Torchance zu verhelfen. Spieler, die die Pässe besonders gut in die Alley spielen können, sind Wayne Gretzky (New York Rangers), Peter Forsberg (Colorado Avalanche) und Paul Kariya (Anaheim Mighty Ducks).
Play-Offs; Spielmodus, nach Beendigung der normalen Runde. In der NHL laufen sie folgendermaßen ab: Die jeweils acht besten Teams der Western und der Eastern Conference (basierend auf den Gesamtpunkten) werden der Leistungen nach sortiert. Die Nummer 1 spielt gegen Nummer 8, Nummer 2 gegen Nummer 7 u.s.w. So werden erst die Conference Quarter-Finals (acht Teams pro Conference), die Semi-Finals (vier pro Conference) und die Conference Finals (zwei Teams pro Conference) durchgespielt. Die zwei Sieger spielen anschließend um den Stanley Cup. Gespielt wird im Modus 'Best-Of-Seven' (wer als erstes mehr als die Hälfte der Spiele gewonnen hat (4), der kommt eine Runde weiter); diese findet wie folgt statt: Aus der Sicht des besser plazierten Teams findet läuft die Serie Heim-Heim-Auswärts-Auswärts-Auswärts-Heim-Heim ab.
Point Man; Ein Spieler, gewöhnlich ein Verteidiger, positioniert sich entlang der gegnerischen blauen Linie in der Nähe der Bande und ordnet das Offensivspiel seiner Mannschaft im Angriffdrittel. Oft probieren die Teams ihren eigenen Point Man zu isolieren, damit dieser dann frei schießen kann. Er ist vergleichbar mit einem Spielmacher.
Power-Play-Efficienty; Die Effektivität des Power-Plays (der Überzahl) wird bestimmt, in dem man die Anzahl der Power-Play-Tore (PPG) durch die Anzahl der Power-Play-Situationen (PPA) dividiert. Um den Wert in Prozent zu erhalten, muss mit 100 multiplizert werden. Dieser Wert wird mit PP% in Statistiken abgekürzt. Formel: (PPG / PPA) x 100
Rookie; Dieser Ausdruck wird oft fälschlicherweise für Spieler verwendet, die ihre erste Saison in der NHL spielen. Doch ein Rookie ist genaugenommen ein Spieler, welcher noch keine 25 Spiele in der NHL absolviert hat; meistens fällt dies aber zusammen. Der beste Rookie einer Spielzeit wird mit der Calder Memorial Trophy ausgezeichnet.
Slot; Das Dreieck, mit den Eckpunkten linker Bullykreis, rechter Bullykreis und ca. sechs Meter in der Mitte vor dem Tor. Die besten Slot-Player der NHL sind Joe Sakic (Colorado Avalanche), Mark Messier (Vancouver Canucks) und Brendan Shanahan (Detroit Red Wings), weil sie zu den besten Wrist- und One-Timer-Shootern gehören.
Stanley Cup; Dies ist die älteste Trophäe im Profisport und wurde von Sir Lord Stanley of Preston gestiftet. Jährlich bekommt der Champion den Pokal für zwei Tage zum Feiern als Orginal - anschließend bekommt die NHL die Trophäe zurück. Auf ihr sind alle Siegernamen der Spieler eingraviert. Der Cup ist 90cm hoch, 14,5kg schwer und über 100 Jahre alt. Er stellt den einzigen Wanderpokal des Profisports dar.
Teamleader; Die Führungsperson einer Mannschaft, die allein durch Willenskraft Spiele entscheiden kann. Einer besten der NHL-Geschichte ist Mark Messier (Vancouver Canucks). Nachdem er den New Yorker Fans versprochen hatte, dass man das Stadtduell gegen die Devils gewinnen werde, seine Rangers aber im vorentscheidenden Spiel Nummer 6 nach dem zweiten Drittel schon mit 1:2 zurücklagen, kam die Willenskraft Messier's durch und er erzielte einen lupenreinen Hattrick im letzten Drittel. Die New Yorker Presse sprach von der größten Einzelnleistung der Geschichte. Sein Willen war es auch, mit denen die Rangers einmal einen 0:6 Rückstand in einen 8:6 umwandelte.
Top Shelf; Das ist die Gegend bei einem Torhüter, die sich überhalb seiner Arme und Schultern, aber unterhalb des Torgehäuses befindet. Sogenannte Tore, die ins "Kreuseck" gehen, sind z.B. Top Shelf Tore.
Trap Defense; siehe 'Neutral Zone Trap'
Winning-Percentage; Dies ist der Prozentsatz der gewonnenen Spiele eines Teams zu einem bestimmten Zeitpunkt der Saison. Die Anzahl der Siege wird dupliziert und die Anzahl der Unentschieden wird addiert. Diese Summe wird dann durch das Zweifache der gespielten Matches dividiert. Das Ergebnis wird dann mit 100 multipliziert, um dann das Ergebnis in Prozent zu erhalten. (((2xW) +T) / (2xGP)) x 100
Wraparound; Im deutschen Eishockeyjargon auch als 'Bauerntrick' bekannt. Aktion des Stürmers, wenn er hinter dem Tor ist und mit einer blitzschnellen Bewegung vor das Tor zieht und den Puck in ein noch nicht vom Goalie zugedecktes Eck drückt.