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Coffey, Orr, Potvin, Robinson - Legenden der 70er, 80er und 90er - Verteidiger
by TH
- Version: 1.0 (20.1.98)Paul Coffey (Edmonton Oilers, Pittsburgh Penguins, Los Angeles Kings, Detroit Red Wings, Hartford Whalers, Philadelphia Flyers)
Durch eine einzige, geniale Aktion kam Paul Coffey zum Ruhm als Weltklasse-Verteidiger. Es war der Abend des Canada Cup-Finals gegen Russland - Verlängerung. Coffey war allein gegen zwei Russen - Vladimir Kovin und Mikhail Varnakov - im eigenen Drittel. Er ging auf die Knie, benutze seinen Stock und fing so den Pass ab, sprang auf die Füsse zurück und sprintete in das Drittel der Russen. Er nahm den Schuss, und Mike Bossy fälschte diesen für den Torwart unhaltbar ins Tor ab. Das war pure Eishockey-Brillianz. Und somit stopfte er all seinen Kritikern das Maul, die ihn als Einweg-Punkte-Maschine auf der Verteidiger-Position sahen, ohne defensive Gedanken. Damals war er 23 Jahre alt und kam zum Turnier nach seiner vierten Saison mit den talentüberhäuften Oilers. In dieser Saison hatte er 40 Tore und 86 Assists verbucht. mit diesen 126 Punkten war er nicht nur der Top-Defenseman, sondern er war auch die Nummer 2 der Gesamt-Scorer-Liste. Seine Leistung wurde nur nicht entsprechend gewürdigt, weil ein gewisser Wayne Gretzky mit 205 Punkten und 87 Toren die Liga noch mehr dominierte. Nichtsdestotrotz kamen zum ersten Mal Vergleiche mit dem legendären Bobby Orr auf, dem Prototypen des offensiven Verteidigers. Seine explosive Scoring-Fähigkeiten und sein müheloser, eleganter und vorallem schneller Schlittschuhlaufstil werden von Coffey durch zu kleine Schlittschuhe und verlängerte Kufen verbessert. 1985/86 schaffte Coffey seine Rekord Saison: Mit 48 Toren stellte er einen Rekord für Verteidiger auf, mit insgesamt 138 Punkten schafften die zweitmeisten der Geschichte - nur Orr hatte 1970/71 einen Punkt mehr. Er gewann seine zweite James Norris Memorial Trophy hintereinander. Doch zwei Saisons später spielte er schon im Osten - bei den Penguins, wo er auf den zweiten ganz großen Spieler 80er und 90er traf: Mario Lemieux. Die Entwicklungsphase Pittsburghs wurde durch die Verpflichtung Coffeys enorm beschleunigt, obwohl man in seiner ertsen Saison (1986/87) die Play-Offs verpasste. 1990/91 gewann führte er die Penguins aus der Stahlstadt Pittsburgh zum Stanley Cup Sieg - seinem vierten. In der Mitte seiner fünften Spielzeit mit Pittsburgh wurde er nach Los Angeles abgegeben, wo er seinen alten Kameraden aus der Oilers-Dynastie Wayne Gretzky wiedertraf. Doch 60 Spiele später war er schon in Detroit, was Gretzky enorm ärgerte. Obwohl es dort Reibungen mit Scotty Bowman, einem Fanatiker der Disziplin und der defensiven Sicherheit auf dem Eis, schien es, als habe er dort ein Zuhause auf längere Sicht gefunden. Seine Fähigkeiten und seine Kreativität passten sich schnell und nahtlos in das System mit Steve Yzerman, Sergei Fedorov und Vycheslav Kozlov ein. Diese Kombination aus Kreativität, Disziplin und defensiven Element ließ die Detroit Red Wings die die meisten Siege in einer Saison aller Zeiten erreichen (1995/96). Doch nachdem man das Western Conference Final gegen den späteren Champion Colorado verloren hatten, mehrten sich die Trade-Rumors und so wurde Coffey schließlich zu Beginn der 1996/96-Saison nach Hartford abgegeben. Obwohl er bekanntgegeben hatte, er sei nicht gewillt, für die Whalers zu spielen, bestritt er dort 20 Spiele. Die Erlösung für ihn kam dann, als er gegen Kevin Haller nach Philadelphia transferiert wurde. Aber auch dort konnte er nicht die alte Klasse erreichen. Coffey ist der einzige Spieler, der mit allen drei großen Centern der NHL der 80er und 90er (Gretzky, Lemieux, Lindros) zusammengespielt hat. Mit Gretzky und Lemieux wurde er Stanley Cup Sieger, schafft er es auch mit Lindros?
