Nachfolgend möchte ich die Funktionsweisen und die Unterschiede,
sowie die Geschichte der verschiedenen Tonträger, angefangen von der
"Edison-Walze" über die Schallplatte, den Tonbändern, der CD und MD bis
hin zur DVD erläutern.
Ich habe mich zu dem Thema entschlossen, weil
ich mich auch selbst einmal über die Funktionsprinzipien beispielsweise
einer CD informieren wollte.
Es war ein langer Weg, bis die erste
Möglichkeit der künstlichen Schallaufzeichnung gefunden wurde. Seitdem
hat sich jedoch sehr viel geändert in der Industrie, vor allem aufgrund
der nach Verbesserung der bisherigen Medien verlangenden Kunden.
Seit Jahrhunderten hatten die Menschen versucht, die Stimme und
Musik festzuhalten. Dichter, Wissenschaftler und Erfinder hatten über
die Möglichkeit der Schallaufzeichnung und -wiedergabe nachgedacht, aber
erst das Jahr 1877 ließ den Traum Wirklichkeit werden.
Nahezu zur gleichen Zeit und unabhängig voneinander erfanden zwei Männer die
Sprechmaschine.
Der Dichter Charles Cros beschrieb, rein
theoretisch, das Prinzip, ohne es auszuführen. Thomas Alva Edison
bastelte ein Gerät, das funktionierte, unvollkommen noch, aber der
Anfang war gemacht.
Im Jahr 1877 fand Thomas Alva Edison zum ersten Mal eine
Möglichkeit, seine Stimme aufzunehmen, um sie dann später wieder
abzuspielen.
Dazu nahm er einen Schalltrichter, lenkte den Schall
Abb. 1
gegen eine Membran, an der ein Stift befestigt war, welcher wiederum auf
einer mit Wachs überzogenen, drehbaren Walze lag. Wenn man nun die Walze
drehte und dabei etwas in den Trichter sprach, so übertrug die Membran
die Schwingungen auf die Nadel, welche dann diese in Form von
verschieden tiefen Eindrücken als wellenförmige Erhöhungen und
Vertiefungen ("Tiefenschrift") in die Walze eingravierte.
Schallwellen sind Schwingungen der Luft, die sich in Form von
Druckunterschieden bemerkbar machen. Je höher der Ton ist, desto höher
ist die Frequenz und desto mehr Druckbäuche und Druckknoten wechseln
sich pro Sekunde ab (daher auch die Einheit von Schwingungen "Hertz",
was gleichbedeutend mit 1/sek. ist). Die Lautstärke hängt von der
maximalen Auslenkung der Schwingung (Amplitude) ab, wenn man lauter
spricht, dann wird die Amplitude entsprechend größer.
Dreht man die
Walze dann wieder, verläuft der Prozess rückläufig, die Einkerbungen in
der Walze versetzen dann die Nadel und somit die Membran in
Schwingungen, welche dann wieder Druckänderungen der Luft hervorrufen
mit den unterschiedlichen Frequenzen und Amplituden.
Dadurch kann
man dann wieder aus dem Schalltrichter hören, was man zuvor aufgenommen
hatte.
John Kruesi, ein Modellmechaniker und Freund des Erfinders,
baute dann nach Edisons Zeichnungen den "Phonographen" (Tonschreiber)
(siehe Abb.1).
Da bei der Aufnahme sowie während des Abspielens der
gleichmäßige Ablauf der Walze von großer Bedeutung war und das beim
Kurbeln mit der bloßen Hand nicht gegeben war, fügte Edison seinem
Tonschreiber noch einen Elektromotor hinzu, der diese Arbeit dann
übernahm.
Sogar der ehemalige deutsche Kaiser Wilhelm II. besprach
eine "Edison-Walze" mit seinen Ansichten zum vorbildlichen Verhalten
eines Deutschen und schuf damit das erste bis heute erhaltene politische
Tondokument der Welt.
Dies war der Anfang einer heute noch sehr
bedeutenden Industrie.
Das Problem bei dieser Art der
Schallspeicherung war jedoch, dass man die Walzen nicht kopieren konnte.
Somit ist es schwierig gewesen, Käufer für den Phonographen zu finden.
Im Jahre 1887 entwickelte ein Herr Emile Berliner, Sohn einer
jüdischer Familie, der 1870 von Deutschland nach Amerika auswanderte,
ein Gerät, welches wie der Phonograph, in der Lage war, Schall
aufzunehmen. Der Unterschied lag darin, dass Herr Berliner der Walze
eine Scheibe vorzog, die dann auch die Möglichkeit der Vervielfältigung
bot, während Edisons Medium nicht kopierbar war. Es wurde dazu eine
Abb. 2
Zinkscheibe genommen, auf der sich wiederum eine Wachsschicht befand.
Die Schallschwingungen gruben sich wie eine Spirale von außen nach innen
bei gleichbleibender Schnitttiefe in die Wachsschicht ein. Man spricht
hier von "Seitenschrift" (siehe Abb. 2), weil die Schwingungen eine
seitliche Kurve beschreiben.
Beim Abspielen wird die Nadel dann
wieder auf die Platte gesetzt und man musste dann anfangs selber
kurbeln, um die Platte zum Drehen zu bringen. Später erledigte dies
dann, wie schon bei Edisons Phongraphen, ein Elektromotor. Dabei fährt
dann die Nadel, welche meistens aus Diamanten oder Saphiren hergestellt
wird, wieder der Schlangenlinie entlang und überträgt somit die
Schwingungen an eine Membran, die dann wie bei Edisons Tonschreiber die
Töne bzw. die Schallwellen aus einer Röhre ausgab.
Heutzutage liest
nicht direkt eine Nadel von der Platte, sondern es wird zunächst ein
Edelstein, meist ein Saphir oder Diamant, an der Nadel befestigt, der
der Spur feiner nachgehen kann und auch noch härter ist. Außerdem werden
die Töne nicht mehr direkt von der Nadel bzw. Membran ausgegeben,
sondern durch die Bewegungen des Edelsteins zunächst Spannungen
induziert, die dann verstärkt und ausgegeben werden.
Abb. 3
An der Nadel
bzw. dem Edelstein ist ein (bei Stereo zwei) Magnet(en) befestigt, um
den eine Spule gewickelt ist (siehe Abb. 3). Wenn sich der Abtastarm
aufgrund der Rille auf der Platte bewegt, gleitet gleichzeitig ein
Magnet durch die um ihn gewickelte Spule hin und her. Durch den
Unterschied der Feldrichtung wird eine Spannung induziert, die den
Schwingungen entspricht, d.h. je höher die Amplitude der Schwingung ist,
desto höher ist auch die induzierte Spannung. Außerdem gilt, je häufiger
sich das Vorzeichen der Spannung wechselt, desto höher ist die Frequenz.
An dem Tonarm wird eine Art Gegengewicht installiert, damit der
Tonkopf besonders leicht auf der Platte liegt, denn wäre die Kraft, die
auf die Rille durch den Tonarmkopf wirkt zu groß, dann würde die
Aufzeichnung verzerrt abgespielt werden, da vereinzelte Schriftelemente
auf der Platte nicht mehr in der richtigen Geschwindigkeit gelesen
werden können.
Ein grosses Problem allerdings war die Aufnahme. Es
musste in einen ca. 3 m langen Trichter hineingesungen, bzw. musiziert
werden damit die Nadel die Schallwellen auf der Platte aufzeichnen
konnte. Die Aufnahme eines grösseren Orchesters bereitete deshalb grosse
Schwierigkeiten, da man alle Instrumente möglichst direkt vor der
Öffnung des Trichters platzieren musste. Einzelne Schallwellen wurden
trotzdem überhaupt nicht oder nur ungenügend aufgezeichnet. Die
Aufnahmen waren außerdem flach und es fehlte ihnen an plastischer
Raumtonwirkung.
Damit eine bessere Klangqualität erreicht werden
konnte, nahm Berliner dann statt einer Zinkscheibe eine Scheibe aus
"Schellack-Kuchen", welcher eine Mischung von Schellack, Ruß bzw.
Graphit, Fasern und Gesteinsmehl ist.
Später, in den Jahren von
1945-1948, entwickelte Dr. Peter Goldmark ein neues Material auf der
Basis von Polyvinylchlorid und Polyvinylazetat, welches aufgrund des
Fehlens von Gesteinsmaterial den Rauschpegel stark reduziert.
Abb. 4
Es gibt verschiedene Arten von Schallplatten (siehe Abb. 3), solche mit
"normalen Rillen" bestehen noch aus Schellack und drehen sich mit 78
U/min (mit Æ 30cm), mit "Mikro-Rillen" bestehen aus Vinyl und drehen
sich mit 45 U/min (mit Æ 17,5 cm) bzw. 33 U/min
(mit Æ 30cm). Die
letzte Art ist die Stereorille, sie wird in den heutigen Schallplatten
verwendet. Diese Schrift ist eine Mischung aus Seiten- und
Tiefenschrift, wobei sich die Abtastnadel nicht mehr nur horizontal,
sondern nun auch vertikal, wie dies beim Phonographen der Fall ist,
bewegt.
Hierbei wird das linke Stereo-Signal in der zum
Plattenmittelpunkt zeigenden Rillenflanke und das rechte Stereosignal in
der zum äußeren Rand liegenden Flanke eingeschnitten (siehe Abb. 10).
Beide Signale werden von einer Abtastnadel gemeinsam abgetastet,
erst im Abtastsystem werden die Stereokanäle wieder getrennt.
Eine Abbildung eines modernen Schallplattenspielers sieht man in
Abb. 11.
Das Medium für die magnetische Tonspeicherung ist eine aus
Kunststoff bestehende Folie auf der eine Schicht aus magnetisierbaren
Teilchen aufgebracht wurde.
Das erste kommerzielle Gerät, welches
diesen Vorgang benutzt ist das Magnetophon K1 von AEG, welches 1935
öffentlich vorgeführt wurde.
Die Spieldauer einer (Tonband-) Spule
von 30 cm Durchmesser betrug 20 Minuten. Das Magnetophon K1 wog mit drei
Koffern (Laufwerk, Verstärker und Lautsprecher) fast einen Zentner. Die
ersten Tonbandgeräte wurden zuerst bei Rundfunkanstalten zur
Vorbereitung von Programmen und zum Mitschneiden von Direktsendungen
eingesetzt.
Bei der Aufnahme auf magnetische Speicher geht der
Schall zunächst durch ein Mikrofon wo er in elektrische Stromstöße
umgewandelt wird, welche dann wiederum durch Spannungs- oder
Induktionsstöße magnetische Feldstärkeänderungen erzeugen, mit denen in
ein Tonband eingebettete Mikromagnete aus einem ungeordnet gelagerten
Richtungszustand in einen geordneten und wo diese dann verschieden stark
magnetisiert werden.
Abb. 5
In Abbildung 5 wird gezeigt, wie die
Magnetschicht ausgerichtet wird beim Bespielen einer Magnetschicht. Die
Rechte Seite zeigt in starker Vergrößerung die magnetisierte Schicht
einer Computer-Festplatte, wo die Daten ähnlich gespeichert werden wie
auf einer Kassette.
Das heißt im Klartext, dass das Magnetband die
Schwingungen speichert, indem die Elementarmagneten auf dem Band in
bestimmte Richtungen ausgerichtet werden.
Beim Abspielen wird das
Band dann mit der gleichen Geschwindigkeit wie bei der Aufnahme an einem
"Hörkopf" (siehe Abb. 5) vorbeigeführt. Dieser reagiert auf die
wechselnde Stärke und Ausrichtung der Magnetfelder, welche die Frequenz
und die Intensität der Töne darstellen, die dann in elektrische Impulse
umgewandelt werden. Dies geschieht wieder so, wie ich bereits bei der
Schallplatte beschrieben habe. Die induzierten Spannungen werden dann
noch verstärkt und in hörbare Schallwellen über den Lautsprecher
ausgegeben werden.
Damit man die Daten auf einer Kassette wieder
löschen kann, besitzt ein handelsüblicher Kassettenrecorder neben einem
Aufnahme/Lese-Kopf auch noch einen Lösch-Kopf. Gelöscht wird, indem man
das Band an einem Dauermagneten vorbeilaufen lässt und die
Elementarmagnete dabei wieder gleichmäßig magnetisiert.
Grosse Vorteile des Magnettonverfahrens gegenüber der bis dahin vorhandenen
Aufnahmeverfahren sind die gute Wiedergabetreue auch nach häufigem
Abspielen sowie die Möglichkeit, den Tonträger immer wieder löschen und
neu beschreiben zu können und die grosse Verschleiß- und
Bruchfestigkeit.
Für den Heimbenutzer war die Möglichkeit, endlich
auch selber etwas aufnehmen zu können ein Novum. Der Kassetterecorder
bzw. das Tonbandgerät erfreuten sich demnach großer Beliebtheit.
Heutzutage sind die Kassetten aber fast vollständig von der CD
vertrieben worden.
Der Standard der CD wurde 1980 von den Firmen Sony und Philips
entschieden. Sie wurde in Europa und Japan im Herbst 1982 eingeführt, in
den USA im Frühjahr 1983. Die CD basiert auf einer Kunststoffschicht aus
Polycarbonat mit der Datenstruktur. Auf diese Datenstruktur wird eine
Aluminiumschicht aufgedampft, damit der Laser reflektiert wird. Die
letzte Schicht soll die Daten vor Schmutz und Kratzern schützen, damit
besitzt die CD eine Dicke von ca. 1,2 mm. Auf der Polycarbonatschicht
sind Vertiefungen, sogenannte Pits, die 0,83 µm (1µm = 0,001 mm) bis
3,05 µm lang, 0,5 µm breit und 0,12 µm tief (=l/4 der Lichtwellenlänge)
sind. Die einzelnen Spuren der Pits sind nur 1,6 µm voneinander
entfernt. Die normale Ebene wird "Land" genannt. Auf der ganzen CD
werden insgesamt ca. 6 km an Daten gespeichert.
Die CD wird im
Gegensatz zur Schaltplatte von innen nach außen gelesen und der größte
Unterschied ist, dass die Daten digital gelesen werden. Während bei der
Schallplatte ein Lesekopf dem Verlauf der Schwingungen folgt und diese
dann mehr oder weniger direkt über einen Lautsprecher ausgibt, werden
die Daten auf einer CD von einem Laser abgetastet, wobei dieser nur zwei
Zustände erkennt: "1" oder "0".
Die Tiefe eines Pits beträgt genau
ein Viertel der Lichtwellenlänge.
Abb. 6
Das heißt, die reflektierten
Lichtstrahlen von Pit und Land heben sich Aufgrund von Interferenz
beinahe auf, da der Phasenunterschied des Lichts von Land und Pit
l/2 ist (siehe Abb. 6) ,
was wiederum bedeutet, dass immer dann ein Unterschied
der Lichtintensität erkannt wird, wenn der Lichtpunkt die Grenze
zwischen Land und Pit überschreitet.
Durch die verschiedenen
Reflektionsarten können die unterschiedlichen Daten festgestellt werden.
Dabei gibt es, wie bereits erwähnt, nur zwei Werte, nämlich 1 oder 0,
"Eins" ist dann, wenn der Laser von einem Pit zu einem Land wechselt
(und umgekehrt), also wenn sich die Intensität des Lichtes ändert,
"Null" wird der Wert dann, wenn der Laser auf einem Land oder in einem
Pit bleibt. Daher sind die unterschiedlichen Längen der beiden Ebenen
von Bedeutung für die Informationen, die auf der CD gespeichert sind.
Die CDs werden normalerweise nicht beschrieben, sondern gepresst.
Dafür wird zunächst eine Fotoschicht mit einem starken Laser
"durchlöchert", wobei nur die Stellen erhalten bleiben, die nicht vom
Laser berührt wurden. Diese Scheibe nennt man Master, denn von ihr
werden dann Negativ-Kopien erstellt, die als Pressmatrize fungieren. Der
leere CD-Rohling wird dann damit gepresst, danach kommt noch eine
schützende Lackierung darüber und die CD ist fertig zu Vertrieb und
fertig zum Benutzen in herkömmlichen CD-Spielern.
Auf einer CD können 74 Minuten Musik gespeichert werden,
was ca. 650 MB an Daten entsprechen.
Die Mini-Disc ist ein Tonträger, der auf Grund der Möglichkeit der
Wiederbeschreibbarkeit und der geringen Größe (Cartridge: 7 cm x 6,75cm
x 0,5 cm, Plattendurchmesser: 6,4 cm) bei gleichbleibender Länge und
Qualität der Tonaufnahme (74 min) und auch wegen des schnellen Zugriffs
auf einzelne Lieder, wie bei der CD, ein großes Potential besitzt. Sie
wurde 1988 von der Firma Sony erfunden.
Abb. 7
Die MD ist eine Mischung aus
Magnetischem und Optischem Speicher und hat eine sehr starke Ähnlichkeit
mit der 3½´´-Computer-Diskette.
Damit die MD die gleiche Spieldauer
wie die CD besitzt, welche wesentlich größer ist, werden die Daten durch
den ATRAC-Datenreduktionschip (Adaptive TRansform Acoustic Coding) auf
ca. 1/5 verringert.
Die MD besitzt im Gegensatz zur CD, die einen
Frequenzgang von 20 - 20.000 Hz hat, lediglich ein Frequenzspektrum von
100 - 15.000 Hz, was auch der normalen Hörleistung des menschlichen
Gehörs entspricht. Dies wird dadurch erreicht, dass der ARAC-Chip die
Speicherung der Daten ausserhalb de akustisch-wahrnehmbaren Bereichs
unterbindet.
Außerdem werden beim Musikhören bestimmt leise Töne
durch lautere Töne überdeckt, d. h. manche Töne werden gar nicht
wahrgenommen. Auch diese löscht der ATRAC-Chip ebenfalls, bevor auf der
MD gespeichert wird.
In Bezug auf die Datenreduktion unterscheiden
sich die Meinungen. Sony sagt, es sei kaum ein Qualitätsunterschied
feststellbar auf der MD im Vergleich zur CD, während dies wahre
Klangliebhaber nicht bestätigen können und die Qualität der MD
inakzeptabel finden.
Ein großer Vorteil der MD ist auch die
praktisch schockfreie Wiedergabe der Musik. Während die CD noch sehr
empfindlich gegenüber Stößen und Erschütterungen war, besitzt ein
MD-Spieler standardmäßig ein Antischock-System, welches die Daten
bereits ca. 3 Sekunden im voraus liest und in einem Speicher
zwischenlagert. Wird der Lesestrom einmal durch einen Stoß, z.B. beim
Joggen, unterbrochen, wird erst der Zwischenspeicher gelesen und
ausgegeben, bevor die Aufnahme dann wirklich kurzzeitig unterbrochen
wird. Diese Technik wird jetzt ebenfalls in modernen CD-Spielern
eingesetzt.
Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Medien für
die Mini-Disc: bereits beschriebene sowie leere, bzw.
wiederbeschreibbare Medien. Discs, auf denen schon Musik vorhanden ist,
entsprechen der Herstellungstechnik einer CD, es werden dort die
einzelnen Pits eingebrannt. Ein Löschen bzw. ein Wiederbeschreiben der
Aufnahme ist nicht möglich.
Die beinahe beliebig oft
wiederbespielbare MD arbeitet nach dem magneto-optischen Verfahren, wo
durch einen Laser die Magnetische Schicht der MD erhitzt und ein
Aufnahmekopf diese dann neu ausrichtet. Die Nord-/Südausrichtung
entspricht hierbei, wie bei der CD, den Daten "0" und "1".
Während der Wiedergabe läuft der Laser des MD-Gerätes wieder über die Rillen,
jedoch nicht mit so einer starken Intensität wie bei der Aufnahme, und
die Daten werden eingelesen, indem Veränderungen des Lichtes gemessen
werden, das von den zuvor magnetisierten Bereichen reflektiert wird.
Um eine Wiedergabe sowohl von vorbeschriebenen als auch von
beschreibbaren Medien zu ermöglichen, sind alle MD-Geräte so
ausgestattet, dass je nach Disc-Typ sowohl eine veränderte Reflexion als
auch eine andere Polarisierung erkannt wird.
Der Begriff Digital-Versatile-Disc bedeutet soviel wie digitales,
vielseitiges Medium.
Da eine DVD die gleichen Ausmaße einer CD hat,
sind die meisten DVD-Spieler bzw. DVD-Laufwerke abwärtskompatibel zur
CD.
Der wesentliche Unterschied zwischen CD und der DVD liegt in der
dichter gepackten Speicherung der Daten. Während bei der CD ein
Spurabstand von 1,6 µm und eine minimale Pit-Länge von 0,83 µm Pflicht
waren, ist der Spurabstand auf 0,74 µm reduziert worden, auch die
minimale Länge eines Pits ist mit 0,4 µm nur noch knapp halb so lang wie
die der CD.
Diese Verkleinerungen erfordern auch einen feineren
Laser mit kürzerer Wellenlänge um die Daten abtasten zu können (bei der
CD: Infrarotlaser mit 780 nm Wellenlänge, bei der DVD: Roter Laser mit
640 nm Wellenlänge).
Es gibt unterschiedliche Speicherarten bei den
DVDs, eine DVD mit einer Speichermenge von 4,7 GB (1 GB = 1024 MB =
1024*1024 KB = 1024³ Byte) ist einseitig beschrieben und besitzt nur
eine Leseschicht. Die höchste Speichermenge ist bist jetzt 17 GB, wobei
diese auf beiden Seiten bespielt ist und dort jeweils zwei Leseschichten
hat. Dazwischen gibt es noch DVDs mit 8,5 GB Speicher (einseitig und
zweischichtig beschrieben) und 9,4 GB (zweiseitig und einschichtig
beschrieben).
Mehrschichtige DVD heißt, dass nicht nur eine
beschriebene Schicht mit Vertiefungen vorhanden ist, sondern mehrere
halbdurchsichtige übereinander. Der Laser liest diese nacheinander und
greift einfach durch unterschiedliche Fokussierungen auf die einzelnen
Schichten zu.
Aufgrund der hohen möglichen Datenmengen wird die DVD
hauptsächlich als Videospeicher für Filme, weniger aber als Tonträger
genutzt. Die beiden Firmen Philips und Sony entwickeln gerade einen
neuen Standard der Musikindustrie, die Super-Audio-CD (SACD). Sie soll
die neue mögliche Datenmenge ausnutzen, um noch bessere Klangqualitäten
als auf der CD zu erhalten. Das gute an der SACD ist aber, dass man sie
auch mit normalen CD-Playern abspielen kann, allerdings nicht mit der
durch die dichter gespeicherten Daten erhöhten Qualität. Die SACD nutzt
momentan nur zwei Kanäle, jedoch sieht die SACD-Technologie auch
Mehrkanal-Aufnahmen vor.
Ein Konkurrent dieses Formates ist die
DVD-Audio, diese soll das Mehrkanal-Klangerlebnis auch für Musik
einführen. Hier waren bisher nur Stereoaufnahmen möglich aufgrund der
geringen Speichermenge der CDs. Es gibt sogar schon erste Geräte, sowie
Medien, welche die DVD-A abspielen können, beispielsweise sind gerade
Beethovens Symphonien 4 & 5 erschienen, welche eine zuvor nie dagewesene
Klangqualität versprechen.
Dargestellt wurde die Geschichte und Technik der Tonträger von der
Edison-Walze bis hin zur DVD, wobei die physikalischen Prinzipien der
Datenspeicherung auf den verschiedenen Medien besprochen wurde.
Encyclopedia of Applied Physics, Volume 16, 1996, S. 149ff
Propyläen, Technikgeschichte, Fünfter Band, Energiewirtschaft-Automatisierung-Information, S. 165ff
Hiermit erkläre ich, dass ich diese Facharbeit ohne Fremde Hilfe selbst angefertigt und nur die im Literaturverzeichnis aufgeführten Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.