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| Quallen (Scyphozoa) | |
Quallen sind die wohl merkwürdigsten Tiere, denn sie bestehen zu 99 Prozent aus Wasser. Sie besitzen eine schirmartige Gestalt mit einem an der Schirmunterseite herabhängenden Magenstiel, an dessen Unterseite sich die Mundöffnung befindet. Ihr zarter Körper besteht aus nur zwei Gewebsschichten, der Außenhaut (Ektoderm oder Ektodermis) und der Innenhaut (Entoderm oder Entodermis). Zwischen diesen beiden Zellschichten liegt eine zellfreie, glibberige Schicht, die so genannte Mesogloea.
Bei Quallen gibt es einen Generationswechsel, das heißt, eine geschlechtliche und eine ungeschlechtliche Generation wechseln sich ab. Die Qualle, die wir als freischwimmendes Tier kennen, ist die geschlechtliche Generation, die sich durch Eizellen und Spermien vermehrt. Aus den Eiern schlüpft ein winzig kleiner Polyp, der sich mit einer Fußscheibe irgendwo festsetzt und nun etwas heranwächst. Hat er je nach Art eine bestimmte Größe erreicht, vermehrt er sich ungeschlechtlich, indem er von seinem oberen Körperabschnitt, in dem sich die von Tentakeln umgebene Mundöffnung befindet, eine Scheibe abtrennt. Diese Scheibe schwimmt nun frei im Wasser und entwickelt sich zu dem großen Geschlechtstier, das wir als Qualle kennen. Die Polypen scheiden jedoch nicht nur die eine Scheibe ab, sondern, so lange sie leben, immer wieder weitere Scheiben.
So zart die Quallen auch aussehen, sie ernähren sich doch ausschließlich von tierischen Lebewesen. Selbst Fische können bis zu einer gewissen Größe erbeutet werden. Bei einigen Arten kommt es sogar vor, dass in die Zellen der Geschlechtstiere kleine, einzellige, grüne Algen (Zoochlorellen) aufgenommen werden, von deren Photosyntheseprodukten sich die Quallen zusätzlich ernähren, ohne dass die Zoochlorellen dabei verspeist werden. |
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