Die
Zucht der Knabstrupper greift auf die Zeit der Napoleonischen Kriege zurück.
Einige Pferde der Spanier wurden damals während des Krieges nach Dänemark
gebracht und übten dort ihren Einfluß aus.
Die
Knabstrupper Zucht begann gegen 1806, als Richter Lunn die getupfte Stute
"Flaebehoppen" (dt. : Flaebes Pferd) einem Metzger namens Flaebe abkaufte.
Dieser soll die Stute angeblich einem spanischen Soldaten abgekauft haben.
Das
Pferd soll alter spanischer Rasse gewesen sein. Beschrieben wird es als
Fuchsstute mit weißem Mähnen- und Schweifhaar. Farblich soll
es ein Pferd der Kategorie "Tigerschecke" sein. Es wurde erwähnt,
die Flaebestute sei sehr schnell und ausdauernd gewesen. (Für die
damaligen Verhältnisse war eine Überfahrt von Spanien nach Dänemark
eine recht anstrengende Angelegenheit, was wiederum für die Widerstandsfähigkeit
des Pferdes spricht.)
Gepaart
wurde die Flaebestute mit einem isabellfarbenem Frederiksborger Hengst
im Jahre 1808 auf Gut Knabstrup.
Der
Frederiksborger ist eine alte dänische Rasse, die im 16. Jahrhundert
vom dänischen König Frederik II gegründet wurde. Die Ursprünge
waren spanische Pferde, später importierte man Neapolitaner. Man sprach
von lebhaften Reitpferden mit einem freundlichen Wesen. Es soll eine elegante
Erscheinung sein mit kraft- und schwungvollen Gängen. Frederiksborger
waren meist Füchse mit einem Stockmaß von ca. 162 cm. Meist
dienten die Frederiksborger als Kavalleriepferde - sie wurden außerdem
als Paradepferde eingesetzt. In Europa bewundert, wurden sie als Veredler
anderer Rassen eingesetzt. Es ist von einem Frederiksborger Schimmel namens
"Pluto" die Rede, der gegen 1780 eine wichtige Lipizzanerlinie gründete.
Das
Ergebnis war der Flaebehengst. Angeblich sollen die Bediensteten von Gut
Knabstrup über 20 Farben in seinem Fell gezählt haben. Ein Nachfahre
des Flaebehengst - mit Namen "Mikkel" - gilt als der Gründerhengst
der Knabstrupper Rasse.