Kleiner Auszug, aus meinem Buch - *gg*
ISBN 3-9804863-4-6
GOLDRAUSCH - VERLAG

................ Manches Mal war ich deshalb auch froh darüber, zu Hause bleiben zu können und arbeiten zu müssen. Manchmal auch wiederum nicht, aber man kann es sich halt auch nicht immer so aussuchen, wie man es gerne hätte.

Da lob ich mir Fahrten wie auf den "Kaunertal- Gletscher". Rein Privat, gemütlich und ohne dieses ganze Rennfieber.
Ja, wenn ich daran zurückdenke, das waren wirklich noch Zeiten. Das Wetter war gut, der Schnee auf diesem Gletscher für eine Schlittenfahrt geeignet und die Sonne lachte. >Herrlich!!< Ein befreundetes Musher-Ehepaar schlug uns damals vor, mit ihnen mitzukommen, sie würden einfach nur so mit den Hunden fahren wollen.
Ich glaube, damals war auch noch so eine Fotogeschichte dabei, aber auf die will ich gar nicht näher eingehen. So fuhren wir los. Überall war der Schnee schon der Wärme der Sonne gewichen, aber in dieser Gletscherregion liegt er das ganze Jahr über. Was auch der Grund dafür war, daß die Entschei- dung auf das Kaunertal fiel. Zuerst ging´s so eine Art Paßstraße rauf, und als wir oben ankamen, wurden die Hunde aus dem Auto, beziehungsweise aus den Boxen gepackt.
Ach, war das damals herrlich. Das Wetter!! Die Sonne!! Kein Streß!! Und vor allem die Ruhe, kein Rennstreß-Gehabe und Zeit!! jede Menge Zeit!! Ja, man konnte sich wirklich Zeit dazu nehmen, die Hunde rauszulassen, den Schlitten in die richtige Position zu bringen, die Zugleine auszulegen, und die Sonne war im- mer dabei. Sicherlich waren da auch noch andere Leute, die uns zusahen, uns beobachteten, aber diese störten uns nicht. Man konnte so richtig eins werden: Die Sonne, der Schnee, die Ruhe, der Berg und wir.
Ich hatte nur schon vorher etwas Bedenken, ob mir auch die Hunde folgen würden, denn ich hatte ja vorher noch nie aus- probiert, wie es mit diesen zwei Hunden wäre, und ich bin auch vorher noch nie auf einem Schlitten gestanden. Doch ich hatte trotzdem die Ruhe weg. Nur alleine schon vom Genießen der Gegend und der Atmosphäre, und dieser Tag war auch schön, fast zu schön, um wahr zu sein. Doch bei aller Ruhe, doch bei aller Zeit kommt auch mal der Zeitpunkt, wo man losfahren muß. Innerlich habe ich mir damals gewünscht, es würde mir erspart bleiben, denn wenn ich mich nur an diesen ersten Hang zurückerinnere, das war schon eine Steigung, da ging´s ganz schön bergauf, und es hat auch schon von vorn- herein nach Anstrengung ausgesehen. Doch ich bin halt einmal ein Mensch, dem meistens ein glücklicher Zufall zu Hilfe kommt, und so war es auch an diesem Tag. Wir wären etliche Teams gewesen, und die Fahrten wären auch vom dortigen Tourismusverband genehmigt gewesen. Aber zuerst startet das erste Gespann, danach das nächste, und bis ich schließlich und endlich an der Reihe war, kam mir der Zufall, der mich aus dieser für mich doch etwas mißlichen Lage befreite. Da waren auch noch Langläufer, und einer davon drohte, wenn ich jetzt auch noch losfahren würde, würde er mit seinem Langlaufstock auf die Hunde losgehen. Na ja, viel Überredungskraft hat er ohnehin bei mir nicht ge- braucht. Ich nahm meine zwei Hunde und kehrte wieder zurück in Richtung Auto. Doch mein größtes Glück war wohl, daß ich danach beim Zurückkehren der an- deren Gespanne, die beste Ausrede hatte. Besser hätte es für mich gar nicht laufen können und es war ja nun mal die Wahrheit. Ich wurde ja bedroht!!
Dieser Langläufer wußte gar nicht, daß er mir ja im Prinzip nur einen Gefallen getan hat.

Doch sollte dies jetzt auch ein Langläufer lesen, so bitte ich ihn trotzdem, auch weiterhin auf Schlittenhundegespanne Rücksicht zu nehmen, denn im Prinzip stören die Euch ja gar nicht, und es ist ja auch schön, sowas mal zu sehen. > Ihr Langläufer da draußen, bedenkt, nicht alle, die mit Schlit- tenhunden unterwegs sind, haben meine Einstellung.<
Die allermeisten, wenn nicht überhaupt alle, wollen ja wirklich mit ihren Hunden fahren. Nur, daß ich so ein fauler Mensch bin, da bin ich halt die berühmte Ausnahme.
Nun wieder weiter. Ich konnte also zurückkehren, habe die Hunde am Parkplatz ans Auto gehängt, ich meine damit, ich habe die Leine am Auto festge- bunden. Natürlich habe ich auch darauf geachtet, daß die Hunde einen schönen Platz zum Liegen hatten.
Ich habe ihnen das Zuggeschirr wieder ausgezogen, habe darauf geachtet, daß sie nicht in der vollen Sonne liegen mußten, und ich hatte jede Menge Zeit. Zeit, um mich in die Sonne zu legen. Zeit, um mich zu relaxen. Zeit, um einfach nur die Ge- gend mit dem Wetter auf mich einwirken zu lassen.
Ich konnte meine Seele baumeln lassen, und ich brauchte nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben. Dies mit dem Bedrohen würde sogar >Helmut< verstehen. Ja, ich hatte jede Menge Zeit, dadurch war der Erholungseffekt für mich wirklich sehr groß an diesem Tag. Meine Nerven waren beruhigt, und ich konnte neue Kräfte für meine Arbeit schöpfen.
Doch nachdem jede Geschichte, auch wenn sie die Wahrheit ist, eine Pointe haben soll, möchte ich Euch meine dazu erzählen:

Wenn ich heute so an diesen Tag zurückdenke, kann ich auch diejenigen Musher verstehen, die einfach nur ihre Hunde nehmen, und ins Gebirge fahren, um abschalten zu kön- nen. Früher habe ich es mir nie so genau vorstellen können, aber heute kann ich es. Ich glaube, das Zauberwort heißt: Natur!! Und Natur genießen zu können!!
Man tut sich einfach leichter, den Alltag hinter sich zu lassen, den Kopf von den geschäftlichen Dingen frei zu machen und diese angenehme Leere zu spüren. Seit diesem Tag, besser gesagt, ab heute, wo ich dieses Erlebnis nochmal auf mich einwirken hab lassen, weiß ich auch, Schlittenhunde sind nicht nur zu Rennen und Streß da, sondern sie sind auch so eine Art von Freiheit.
Wobei ich hier auch nur bemerken möchte, sicherlich könnte man mit jedem Hund ins Gebirge, aber vielleicht ist die Rasse der Schlitten hunde doch ein biß- chen besser dazu geeignet. .......


Darf nicht ohne Einwilligung weiterverwendet werden - ©
Möchte darauhinweisen, daß ich die Copyright-Rechte daran habe!!!





Nun gut, aber jetzt weiter in meiner Geschichte, der Entstehung der Schlittenhunde:

So groß auch unsere Erde ist und wieviele verschiedene Landschaftty- pen wir auch kennen - die meisten davon hatten da dann auch ihre verschiedenen Hunderassen. Nur die bekanntesten möchte ich erwähnen.

Der Samojede:

Er stammt von einem Volksstamm ab, der sich Samojeden nannten. Es war ein russischer Wanderstamm und Ihr Fortbewegungsmittel waren die Samo- jeden, denn nach ihren Namen benannten sie auch die Hunde. Dieses weiße et- was, welches uns im Aussehen wohl an einen etwas größeren Spitz erinnert.

Die Grönländer:

Nomen et omen, so würde der Lateiner dazu sagen. Also brauche ich Euch zu dieser Hunderasse nicht viel sagen.

Das gleiche gilt auch für den "Sibiren Husky".

Der "Malamut"

ist dann die etwas kräftigere Ausführung davon. So hat alles im Leben seine Vor- und Nachteile.
Um einer der Minderheiten zu erwähnen, möchte ich nur den "Akito Inu" erwähnen.

Doch eines haben all diese Rassen gemeinsam. Sie wollen laufen, laufen und laufen.

Der Ursprung all dieser Rassen war vom Mensch so gedacht, das er ein Vortbewegunsmittel hatte. Damals war die Technologie nicht soweit fortge- schritten wie heute. Es gab noch keine Skidoo´s, auch als Schneemobil bekannt und auch noch keine 4-Weeler. Das einzige Fortbewegungsmittel waren Schnee- schuhe, um nicht so tief im Schnee zu versinken und die schnellere Art, die dem Menschen nicht diese Eigenkraft und Ausdauer abforderte - die Hunde.

Wobei heute die Technik zwar sehr gut ist, aber kein Allheilmittel ist, denn wenn ein Skidoo keinen Benzin mehr hat, so läßt er sich durch nichts bewe- gen, trotzdem zu fahren. Doch nicht nur Benzin und die Reparaturanfälligkeit sind Gründe, warum es immernoch Gegenden gibt, wo sich der Mensch lieber auf den Hund verläßt, als auf die moderste Technologie. Eisige Kälte und Schneestürme mit Schnee-verwehungen sind nur so am Rande angedeutete Gründe dafür.

Angefangen hat alles mal so:

Der Schlittenhund als einziges Fortbewegungsmittel durch Kälte, Eis und Schnee. Als ein Mittel zum Zweck, denn nachts konnte er den Mensch auch gleich noch wärmen, Ihm die Energie geben, die er für den nächten Tag benötigte und ohne diese Wärme, wäre der Mensch elendig in der Eiswüste zugrunde gegangen.
So hatte jedes Dorf seine eigenen Schlittenhunde. Es waren nicht die Hunde eines einzelnen Menschen, sondern immer gleich die Hunde eines ganzen Dorfes. So durften sich diese auch im ganzen Dorf frei bewegen und wenn jemand wohin mußte, so wurde eingespannt. Durch dieses Freilaufen wurde speziell auf Die Gutmütigkeit der Hunde geachtet. Jede Akressivität der Hunde wurde unter- bunden und mit solchen Hunden wurde auch nicht weitergezüchtet. Im Gegen- teil, zum Schutze des Menschen kamen diese Hunde weg. Natürlich kann man die Rangfolge der Hunde nicht ganz unterbinden, denn ein bißchen Wolf steckt in je- dem. So ist es leider, das jeder Hund und so auch der Schlittenhund Kleinkinder wie einen kleinen Hund betrachtet - sprich: Welpe oder Puppy. Der Hund ver- steht nicht, warum er diese nicht nach seinem eigenen Willen erziehen darf. So wurden damals auch die Kinder vor den Hunden geschützt, oder war es umge- kehrt??! *gg* Doch im Prinzip ist es ja auch nicht so wichtig, denn kleine Kinder sollten sich nicht auf Hunde stürzen - sie knuddeln wollen oder sie piken. Irgent- wo bleibt der Hund Hund und nicht Maschine.
Nun weiter zu der Geschichte der Hunde: Es waren zum Teil sehr wichtige Fahr- ten, die die Menschen bestreiten mußten. Als Beispiel fällt mir da das heutige "Iditarod" ein.
Dieses Rennen wird heute noch ausgetragen, zum Gedenken der damaligen Musher, so nennt man diese Schlittenhundeführer. An diese Menschen die mittels der Hunde ein Lebenrettendes Medikament an das vorbe- stimmte Ziel brachten, um so tausenden Menschen das Leben zu retten und Ihr könn mir glauben, ohne dieses Medikamet hätte es damals zig Tote gegeben. Es war Winter. Es war eisig und kalt und es gab keine an- dere Möglichkeit, als mit einem Schlittenhundegespann. Sicherlich geht es nicht immer um ein Medikament, welches benötigt wird. Also weiter in der Geschichte der Schlittenhunde. Ich möchte Euch diesbezüglich einen Absatz von meinem Buch erzählen, denn wenn ich mich noch so bemühe, ich könnte es nicht mit an- deren Worten wiedergeben.
Für diejenigen unter Euch, die die Geschichte der Schlittenhunderen- nen noch nicht kennen, nun ein paar Fakten so am Rande. Auch diese habe ich mal wo gehört und möchte sie Euch so wiedergeben, wie ich sie noch in Erinne- rung habe:
Begonnen hat alles um 1900 mit den ersten Goldfunden in Alaska. Hunderttausende strömten auf der Suche nach dem schnellen Glück zum Fluß Yukon, Städte wurden aus dem Boden gestampft. Das einzig verfügbare Trans- portmittel waren Schlittenhundegespanne, die Nahrung, die Post, Ausrüstung oder Baumaterialien, alles wurde mit Hundegespannen transportiert. Im Winter, wenn alles gefroren und das Goldschürfen unmöglich war, begannen die Gold- sucher kleine Rennen oder Wettkämpfe zu veranstalten.
Bereits um 1908 fand das erste offizielle Rennen statt. Das sogenannte All Alaska Sweepstake, das von der Gold- gräberstadt Nome, den Telegraphenleitun- gen entlang bis in die Stadt Kandel und wieder zurück führte. Für die schnellsten auf der rund 600 Kilometer langen Strecke gab es damals Urkunden.
In Europa wurde 1970 das erste organisierte Schlittenhunderennen ausge- tragen, und seither erlebte diese Sportart einen rasanten Aufschwung.
Ich kenne diese Sportart schon von einer Zeit, da war es noch kein offiziell anerkannter Sport. Doch jetzt, ja jetzt ist alles anders. Jetzt ist der Schlittenhundesport von der AGFISS als anerkannt. Die AGFISS ist der Dach- verband aller Sportverbände, die Mitglieder sind die FIS fürs Schifahren und andere Sportverbände.Wobei dies sicherlich der erste Schritt in Richtung olym- pischer Disziplin ist. Wenn ich mich so zurü c kerinnere, wurde dieser Sport sogar schon einmal bei einer Olympiade vorgestellt. Nur damals war diese Olympiade in Schweden, in einem Land, wo zu dieser Zeit die Einreise mit Tieren noch sehr schwierig und mit Quarantäne verbunden war. Seither habe ich mich nicht mehr sonderlich darum gekümmert und kann Euch deshalb auch nicht erzählen, was daraus geworden is t. .....

Aufgund dieser Rennen wurde dann speziell mit den Hunden gezüchtet und des- halb kennen wir heute auch die Rasse der "Alaskan Husky`s". Näher dazu möchte ich gar nicht eingehen, denn alles aus meinem Buch möchte ich ja auch nicht verraten. Der, der wirklich von dieser Szsne erfahren möchte, der sollte sich dieses Buch, als Leselektüre zulegen. Jetzt bleibt mir nicht mehr viel übrig, als jeden viel Vergnügen beim Lesen zu wünschen.




zu der nächsten Seite!!



Mein besonderer Dank gilt auch hier - ftp://ftp.midi.net

bei denen ich mir auch diese musikalische Untermalung geholt habe. Sollte ich irgendwelche Copyrightrechte verletzt haben, tut es mir leid, und nach einer kurzen Nachricht, werde ich selbstverständlich die besprochene Melodie von dieser Homepage entfernen. Danke!!! - an die Orginalrechtebesitzer!!!