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................ Manches Mal war ich deshalb auch froh darüber, zu Hause bleiben zu können und
arbeiten zu müssen. Manchmal auch wiederum nicht, aber man kann es sich halt
auch nicht immer so aussuchen, wie man es gerne hätte.
Da lob ich mir Fahrten wie auf den "Kaunertal- Gletscher". Rein Privat,
gemütlich und ohne dieses ganze Rennfieber.
Ja, wenn ich daran zurückdenke, das waren wirklich noch Zeiten. Das Wetter
war gut, der Schnee auf diesem Gletscher für eine Schlittenfahrt geeignet und die
Sonne lachte. >Herrlich!!< Ein befreundetes Musher-Ehepaar schlug uns damals vor, mit
ihnen mitzukommen, sie würden einfach nur so mit den Hunden fahren wollen.
Ich glaube, damals war auch noch so eine Fotogeschichte dabei, aber auf die will ich gar
nicht näher eingehen. So fuhren wir los.
Überall war der Schnee schon der Wärme der
Sonne gewichen, aber in dieser Gletscherregion liegt er das ganze Jahr über.
Was auch der Grund dafür war, daß die Entschei- dung auf das Kaunertal fiel. Zuerst ging´s
so eine Art Paßstraße rauf, und als wir oben ankamen, wurden die Hunde aus dem
Auto, beziehungsweise aus den Boxen gepackt.
Ach, war das damals herrlich. Das Wetter!! Die Sonne!! Kein Streß!! Und vor
allem die Ruhe, kein Rennstreß-Gehabe und Zeit!! jede Menge Zeit!!
Ja, man konnte
sich wirklich Zeit dazu nehmen, die Hunde rauszulassen, den Schlitten in die richtige
Position zu bringen, die Zugleine auszulegen, und die Sonne war im- mer dabei.
Sicherlich waren da auch noch andere Leute, die uns zusahen, uns beobachteten,
aber diese störten uns nicht.
Man konnte so richtig eins werden: Die Sonne, der
Schnee, die Ruhe, der Berg und wir.
Ich hatte nur schon vorher etwas Bedenken, ob mir auch die Hunde folgen
würden, denn ich hatte ja vorher noch nie aus- probiert, wie es mit diesen zwei Hunden
wäre, und ich bin auch vorher noch nie auf einem Schlitten gestanden. Doch ich hatte
trotzdem die Ruhe weg. Nur alleine schon vom Genießen der Gegend und der
Atmosphäre,
und dieser Tag war auch schön, fast zu schön, um wahr zu sein. Doch
bei aller Ruhe, doch bei aller Zeit kommt auch mal der Zeitpunkt, wo man losfahren
muß. Innerlich habe ich mir damals gewünscht, es würde mir erspart bleiben, denn
wenn ich mich nur an diesen ersten Hang zurückerinnere, das war schon eine
Steigung, da ging´s ganz schön bergauf, und es hat auch schon von vorn- herein nach
Anstrengung ausgesehen.
Doch ich bin halt einmal ein Mensch, dem meistens ein
glücklicher Zufall zu Hilfe kommt, und so war es auch an diesem Tag. Wir wären
etliche Teams gewesen,
und die Fahrten wären auch vom dortigen Tourismusverband
genehmigt gewesen. Aber zuerst startet das erste Gespann, danach das nächste, und
bis ich schließlich und endlich an der Reihe war, kam mir der Zufall, der mich aus dieser
für mich doch etwas mißlichen Lage befreite. Da waren auch noch Langläufer, und
einer davon drohte, wenn ich jetzt auch noch losfahren würde, würde er mit
seinem Langlaufstock auf die Hunde losgehen. Na ja, viel Überredungskraft hat er
ohnehin bei mir nicht ge- braucht. Ich nahm meine zwei Hunde und kehrte wieder
zurück in Richtung Auto. Doch mein größtes Glück war wohl, daß ich danach beim
Zurückkehren der an- deren Gespanne, die beste Ausrede hatte. Besser hätte es für
mich gar nicht laufen können und es war ja nun mal die Wahrheit. Ich wurde ja
bedroht!! Dieser Langläufer wußte gar nicht, daß er mir ja im Prinzip nur einen
Gefallen getan hat.
Doch sollte dies jetzt auch ein Langläufer lesen, so bitte ich ihn trotzdem, auch
weiterhin auf Schlittenhundegespanne Rücksicht zu nehmen, denn im Prinzip stören
die Euch ja gar nicht, und es ist ja auch schön, sowas mal zu sehen. > Ihr Langläufer da
draußen, bedenkt, nicht alle, die mit Schlit- tenhunden unterwegs sind, haben meine
Einstellung.< Die allermeisten, wenn nicht überhaupt alle, wollen ja wirklich mit ihren
Hunden fahren. Nur, daß ich so ein fauler Mensch bin, da bin ich halt die berühmte
Ausnahme.
Nun wieder weiter. Ich konnte also zurückkehren, habe die Hunde am
Parkplatz ans Auto gehängt, ich meine damit, ich habe die Leine am Auto
festge- bunden.
Natürlich habe ich auch darauf geachtet, daß die Hunde einen
schönen Platz zum Liegen hatten. Ich habe ihnen das Zuggeschirr wieder ausgezogen,
habe darauf geachtet, daß sie nicht in der vollen Sonne liegen mußten, und ich hatte
jede Menge Zeit. Zeit, um mich in die Sonne zu legen. Zeit, um mich zu relaxen. Zeit,
um einfach nur die Ge- gend mit dem Wetter auf mich einwirken zu lassen. Ich konnte
meine Seele baumeln lassen, und ich brauchte nicht mal ein schlechtes Gewissen zu
haben. Dies mit dem Bedrohen würde sogar >Helmut< verstehen. Ja, ich hatte jede
Menge Zeit, dadurch war der Erholungseffekt für mich wirklich sehr groß an diesem
Tag.
Meine Nerven waren beruhigt, und ich konnte neue Kräfte für meine Arbeit
schöpfen.
Doch nachdem jede Geschichte, auch wenn sie die Wahrheit ist, eine Pointe
haben soll, möchte ich Euch meine dazu erzählen:
Wenn ich heute so an diesen Tag zurückdenke, kann ich auch diejenigen
Musher verstehen, die einfach nur ihre Hunde nehmen, und ins Gebirge fahren, um
abschalten zu kön- nen. Früher habe ich es mir nie so genau vorstellen können, aber
heute kann ich es. Ich glaube, das Zauberwort heißt: Natur!! Und Natur genießen zu
können!! Man tut sich einfach leichter, den Alltag hinter sich zu lassen, den Kopf von
den geschäftlichen Dingen frei zu machen und diese angenehme Leere zu spüren. Seit
diesem Tag, besser gesagt, ab heute, wo ich dieses Erlebnis nochmal auf mich
einwirken hab lassen, weiß ich auch, Schlittenhunde sind nicht nur zu Rennen und
Streß da, sondern sie sind auch so eine Art von Freiheit. Wobei ich hier auch nur
bemerken möchte, sicherlich könnte man mit jedem Hund ins Gebirge, aber vielleicht
ist die Rasse der Schlitten hunde doch ein biß- chen besser dazu geeignet. .......
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Nun gut, aber jetzt weiter in meiner
Geschichte, der Entstehung der
Schlittenhunde:
So groß auch unsere Erde ist und wieviele
verschiedene Landschaftty- pen wir auch kennen
- die meisten davon hatten da dann auch ihre
verschiedenen Hunderassen. Nur die
bekanntesten möchte ich erwähnen.
Der Samojede:
Er stammt von einem Volksstamm ab, der sich
Samojeden nannten. Es war ein russischer
Wanderstamm und Ihr Fortbewegungsmittel waren
die Samo- jeden, denn nach ihren Namen
benannten sie auch die Hunde. Dieses weiße
et- was, welches uns im Aussehen wohl an einen
etwas größeren Spitz erinnert.
Die Grönländer:
Nomen et omen, so würde der Lateiner dazu
sagen. Also brauche ich Euch zu dieser
Hunderasse nicht viel sagen.
Das gleiche gilt auch für den "Sibiren
Husky".
Der "Malamut"
ist dann die etwas kräftigere
Ausführung davon. So hat alles im Leben seine
Vor- und Nachteile.
Um einer der Minderheiten zu erwähnen, möchte
ich nur den "Akito Inu" erwähnen.
Doch eines haben all diese Rassen gemeinsam.
Sie wollen laufen, laufen und laufen.
Der Ursprung all dieser Rassen war vom Mensch
so gedacht, das er ein Vortbewegunsmittel
hatte. Damals war die Technologie nicht
soweit fortge- schritten wie heute. Es gab noch
keine Skidoo´s, auch als Schneemobil bekannt
und auch noch keine 4-Weeler. Das einzige
Fortbewegungsmittel waren Schnee- schuhe, um
nicht so tief im Schnee zu versinken und die
schnellere Art, die dem Menschen nicht diese
Eigenkraft und Ausdauer abforderte - die
Hunde.
Wobei heute die Technik zwar sehr gut ist,
aber kein Allheilmittel ist, denn wenn ein
Skidoo keinen Benzin mehr hat, so läßt er
sich durch nichts bewe- gen, trotzdem zu
fahren. Doch nicht nur Benzin und die
Reparaturanfälligkeit sind Gründe, warum es
immernoch Gegenden gibt, wo sich der Mensch
lieber auf den Hund verläßt, als auf die
moderste Technologie. Eisige Kälte und
Schneestürme mit Schnee-verwehungen sind nur
so am Rande angedeutete Gründe dafür.
Angefangen hat alles mal so:
Der Schlittenhund als einziges
Fortbewegungsmittel durch Kälte, Eis und
Schnee. Als ein Mittel zum Zweck, denn nachts
konnte er den Mensch auch gleich noch wärmen,
Ihm die Energie geben, die er für den nächten
Tag benötigte und ohne diese Wärme, wäre der
Mensch elendig in der Eiswüste zugrunde
gegangen.
So hatte jedes Dorf seine eigenen
Schlittenhunde. Es waren nicht die Hunde
eines einzelnen Menschen, sondern immer
gleich die Hunde eines ganzen Dorfes. So
durften sich diese auch im ganzen Dorf frei
bewegen und wenn jemand wohin mußte, so wurde
eingespannt. Durch dieses Freilaufen wurde
speziell auf Die Gutmütigkeit der Hunde
geachtet. Jede Akressivität der Hunde wurde
unter- bunden und mit solchen Hunden wurde auch
nicht weitergezüchtet. Im Gegen- teil, zum
Schutze des Menschen kamen diese Hunde weg.
Natürlich kann man die Rangfolge der Hunde
nicht ganz unterbinden, denn ein bißchen Wolf
steckt in je- dem. So ist es leider, das jeder
Hund und so auch der Schlittenhund
Kleinkinder wie einen kleinen Hund betrachtet
- sprich: Welpe oder Puppy. Der Hund ver- steht
nicht, warum er diese nicht nach seinem
eigenen Willen erziehen darf. So wurden
damals auch die Kinder vor den Hunden
geschützt, oder war es umge- kehrt??! *gg* Doch im
Prinzip ist es ja auch nicht so wichtig, denn
kleine Kinder sollten sich nicht auf Hunde
stürzen - sie knuddeln wollen oder sie piken.
Irgent- wo bleibt der Hund Hund und nicht
Maschine.
Nun weiter zu der Geschichte der Hunde:
Es waren zum Teil sehr wichtige Fahr- ten, die
die Menschen bestreiten mußten. Als Beispiel
fällt mir da das heutige "Iditarod" ein.
Dieses Rennen wird heute noch ausgetragen,
zum Gedenken der damaligen Musher, so nennt
man diese Schlittenhundeführer. An diese
Menschen die mittels der Hunde ein
Lebenrettendes Medikament an das vorbe- stimmte
Ziel brachten, um so tausenden Menschen das
Leben zu retten und Ihr könn mir glauben,
ohne dieses Medikamet hätte es damals zig
Tote gegeben. Es war Winter. Es war eisig und
kalt und es gab keine an- dere Möglichkeit, als
mit einem Schlittenhundegespann.
Sicherlich geht es nicht immer um ein
Medikament, welches benötigt wird. Also
weiter in der Geschichte der Schlittenhunde.
Ich möchte Euch diesbezüglich einen Absatz
von meinem Buch erzählen, denn wenn ich mich
noch so bemühe, ich könnte es nicht mit
an- deren Worten wiedergeben.
Für diejenigen unter Euch, die die Geschichte der Schlittenhunderen- nen noch
nicht kennen, nun ein paar Fakten so am Rande. Auch diese habe ich mal wo gehört
und möchte sie Euch so wiedergeben, wie ich sie noch in Erinne- rung habe:
Begonnen hat alles um 1900 mit den ersten Goldfunden in Alaska.
Hunderttausende strömten auf der Suche nach dem schnellen Glück zum Fluß
Yukon, Städte wurden aus dem Boden gestampft. Das einzig verfügbare
Trans- portmittel waren Schlittenhundegespanne, die Nahrung, die Post, Ausrüstung
oder Baumaterialien, alles wurde mit Hundegespannen transportiert. Im Winter, wenn
alles gefroren und das Goldschürfen unmöglich war, begannen die Gold- sucher kleine
Rennen oder Wettkämpfe zu veranstalten.
Bereits um 1908 fand das erste offizielle Rennen statt. Das sogenannte All
Alaska Sweepstake, das von der Gold- gräberstadt Nome, den Telegraphenleitun- gen
entlang bis in die Stadt Kandel und wieder zurück führte. Für die schnellsten auf der
rund 600 Kilometer langen Strecke gab es damals Urkunden.
In Europa wurde 1970 das erste organisierte Schlittenhunderennen
ausge- tragen, und seither erlebte diese Sportart einen rasanten Aufschwung.
Ich kenne diese Sportart schon von einer Zeit, da war es noch kein offiziell
anerkannter Sport. Doch jetzt, ja jetzt ist alles anders. Jetzt ist der Schlittenhundesport von der AGFISS als anerkannt. Die AGFISS ist der Dach- verband aller
Sportverbände, die Mitglieder sind die FIS fürs Schifahren und andere Sportverbände.Wobei dies sicherlich der erste Schritt in Richtung olym- pischer Disziplin ist.
Wenn ich mich so zurü c kerinnere, wurde dieser Sport sogar schon einmal bei einer
Olympiade vorgestellt. Nur damals war diese Olympiade in Schweden, in einem Land,
wo zu dieser Zeit die Einreise mit Tieren noch sehr schwierig und mit Quarantäne
verbunden war. Seither habe ich mich nicht mehr sonderlich darum gekümmert und
kann Euch deshalb auch nicht erzählen, was daraus geworden is t. .....
Aufgund dieser Rennen wurde dann speziell mit
den Hunden gezüchtet und des- halb kennen wir
heute auch die Rasse der "Alaskan Husky`s".
Näher dazu möchte ich gar nicht eingehen,
denn alles aus meinem Buch möchte ich ja auch
nicht verraten. Der, der wirklich von dieser
Szsne erfahren möchte, der sollte sich dieses
Buch, als Leselektüre zulegen.
Jetzt bleibt mir nicht mehr viel übrig, als
jeden viel Vergnügen beim Lesen zu wünschen.

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