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Die Kraftquelle der Landwirtschaft waren Pferde oder Rinder, die regelmäßig mit Eisen beschlagen werden mußten. Außerdem mußte der Schmied die Holzräder von Ackerwagen, Kutschen und sonstigen Fahrzeugen mit Eisen bereifen.
Die Landmaschinenindustrie war zu dieser Zeit in Deutschland noch kaum entwickelt, der Schmied fertigte also auch Pflüge, Eggen, Handwerkzeuge und andere Geräte für die Bauern und reparierte sie, wenn es nötig war.
Es war also nur natürlich, daß Jung-Heinrich bei seinem Vater in die Lehre ging mit der Aussicht, später einen wahrscheinlich gutgehenden Betrieb zu übernehmen - niemand konnte die rasante Entwicklung der nächsten 50 Jahre voraussehen.
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Der Blick in die Werktstatt gibt einen guten Einblick in die damaligen Arbeitsverhältnisse.
Hauptarbeitsgerät des Schmiedes sind Feuer (rechts) und Amboß (hier stehen zwei, einer ganz rechts vorn, einer in der Mitte des Bildes, beide auf Holzsockeln, damit sie besser federn). Die meisten an den Wänden aufgehängten verschiedenen Zangen, Hämmer und Gesenke sind hier nicht zu sehen. Schmieden ist FREIHANDSCHMIEDEN - der Meister arbeitet nach selbsterstellten Schablonen und nach seinem Augenmaß. Hufeisen und Pflugschare kommen als Rohlinge aus der Fabrik, müssen aber den jeweiligen Bedürfnissen der Kunden angepaßt werden.
Die einzige Maschine (rechts, hinter dem Feuer) ist eine Reifenbiegemaschine, mit deren Hilfe genau runde Reifen für Holzräder gebogen werden können. Die Maschine wird aber von Hand gedreht.
Das, was wie Gerümpel aussieht, ist meistens Alteisen - ein Schmied schmeißt nichts aus Eisen weg, man kann es immer noch mal gebrauchen ...
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