Stellwerke


Signale und Weichen müssen gestellt werden - bei wenigen Anlagen dieser Art und bei geringem Zugverkehr genügen dafür die Bahnwärter an der Strecke und Weichensteller, die von Weiche zu Weiche gehen und diese von Hand umstellen.

In dem Moment, wo man ...
... aber viele Weichen ...
... und viele Signale hat ...
... genügt das nicht mehr - ein zentrales Stellwerk muß her, meistens in einem turmartigen Gebäude untergebracht, von dem aus der Bahnbeamte die Resultate seiner Stelltätigkeit überblicken kann.
 Der erste Bahnhof im Herzogtum Braunschweig, der ein Stellwerk hat, ist der in Börßum, wo die Strecke nach Oschersleben abzweigt. Die frühen Stellwerke werden - wie das meiste andere Material der ersten Stunde - aus England geliefert.
Das Empfangsgebäude Börßum der Braunschweigischen Staatsbahn
Die Stellvorrichtungen sind im Anfang mechanisch - die Bewegungen eines schweren Eisenhebels werden über Stahldräte auf das Signal oder die Weiche übertragen - man muß schon ganz gut gefrühstückt haben, um diese Hebel betätigen zu können! 
Seit Ende des 19. Jahrhunderts werden pneumatische und elektrische Systeme eingesetzt.


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