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Büssing-Omnibusse
in London
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Von einem solchen Export kann ein Unternehmer
eigentlich nur träumen. England, die Wiege der technischen Revolution
und das damals - noch vor den USA - hochindustrialisierteste Land der Welt;
London, die größte Stadt der Erde mit einem für deutsche
Verhältnisse unvorstellbaren Verkehrsaufkommen - und die kaufen Omnibusse
aus Braunschweig! Und zwar nicht einen, sondern hunderte.
Die Busse laufen für die Londoner
Omnibusgesellschaft General.
Oben ein Bus auf Basis des Motorlastwagens
3 t, bereits mit verkleidetem Kettenantrieb, wie er von den Londoner Behörden
zu Minderung der Lärmbelästigung gefordert wird. Unten ein Bus
auf Basis des Typs III.
Die Kapazität des Braunschweiger Werkes
reicht gar nicht aus, um diese Nachfrage zu befriedigen, also schließt
Büssing 1906 mit der britischen Firma Sidney Straker & Squire
Ltd. einen Lizenzvertrag über die Fertigung von Büssing-Bussen.
Im Jahre 1912 fahren in London 2.527 Omnibusse,
und davon 328, d.h 13%, von Büssing. Die Omnibusse sind während
des 1. Weltkrieges den Weg alles Irdischen gegangen, genauso wie der Wendeburger
Bus auch. Sie wurden auf dem Kontinent zu Truppentransporten verwendet
und kamen nicht wieder. Im Chalk-Pit Museum in Arundel, Sussex in England
befindet sich ein Chassis eines Straker & Squire-Busses, allerdings
ohne Motor oder Getriebe. Von diesem Chassis stammt die Nabenkappe mit
der Firmenaufschrift.