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Das geht folgendermaßen vor sich: Das Militär stellt zunächst bestimmte Anforderungen an Konstruktion und Leistungsfähigkeit der LKWs an die Hersteller. Dann wird die Fertigung von Musterfahrzeugen verlangt (Büssing baut sechs Lastzüge), die einer Prüfung und harten und langen Probefahrt unterzogen werden.
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Besteht der LKW diese Prüfung, darf
ihn der Hersteller in Zukunft mit dem Prädikat "Subventionslastwagen"
schmücken. Das wiederum bedeutet, daß der (zivile) Käufer
beim Kauf einen Zuschuß (die Subvention) von der Militärbehörde
erhält und sich dafür verpflichten muß, das Fahrzeug gut
instand zu halten und im Kriegsfall der Armee zur Verfügung zu stellen.
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Beachtet, daß der Anhänger einen Bremser-Sitz hat - vor Erfindung der vom Motorwagen aus betätigten Anhänger-Bremse fährt ein Mann auf dem Hänger mit und bremst diesen auf Signal des Fahrzeugführers, weil der Hänger sonst seinen eigenen Motorwagen überholt! |
Und jetzt beginnen die Fuhrunternehmer natürlich zu überlegen. Die Zuverlässigkeit der Wagen ist durch die Militärprüfungen nachgewiesen, und durch die Subvention wird der LKW erheblich billiger - ein unsubventionierter LKW kostet ca. 18.500 Mark (was man nach heutigem Geld mit ca. 6 multiplizieren muß), die Subvention beträgt bis zu 8.000 Mark, dazu kommt ein jährlicher Betriebskostenzuschuß. Zumindest bei Neubeschaffung von Fahrzeugen oder gar bei Neugründung eines Fuhrgeschäfts kommt also die Anschaffung eines Lastkraftwagens durchaus in Frage.
Büssing beteiligt sich erfolgreich an den Subventionsprüfungen - und der Erfolg bleibt nicht aus. Wurden zwischen 1904 und 1907 insgesamt gerade mal etwa 200 Fahrzeuge gebaut, steigt die Produktion nach der Einführung der Subvention bisweilen auf 80 Fahrzeuge pro Monat! Besonders Brauereien und Handelsunternehmen kaufen solche Subventionslastwagen - der Motor-LKW unter lauter Pferdefuhrwerken ist damals genauso ein auffallender Werbeträger wie heute eine Pferdefuhrwerk unter lauter LKWs..
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