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Der
Sechsradwagen
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Der Sechsradwagen - nach heutigen Begriffen
ein Dreiachser - wird von Büssings leitendem Ingenieur Staniewicz
konstruiert. Die zwei Hinterachsen sollen die durch höhere Nutzlasten
erfordlich gewordene Doppelbereifung der Hinterräder ersetzen.
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Willy Staniewicz
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Das ist nicht so einfach, wie es auf den
ersten Blick aussieht - beide Hinterachsen sind angetrieben, d.h. das Getriebe
ist nahezu so kompliziert wie bei einem Allradfahrzeug. Über ein Verteilergetriebe
wird die Kraft auf zwei Kardanwellen verteilt, die jeweils eine Hinterachse
antreiben.
Diese Bilder, mit denen für den Sechsradwagen
geworben wird, zeigen die verschiedenen Vorteile.
Der Bodendruck der Hinterräder wird breiter
verteilt, die Räder berühren gleichmäßiger die Fahrbahn,
der Vortrieb ist also besser. Ganz abgesehen davon ist die Gummiqualität
damals noch nicht so gut, der bei Zwillingsreifen unvermeidliche Abrieb
wird erheblich reduziert.
Der Sechsradwagen hat mit einem Vierzylinder-Motor
von 60 bzw. 66 PS eine Nutzlast von 6 t. Nach und nach kann er mit stärkeren
Motoren bis zu 110 PS ausgestattet werden, dann steigt die Nutzlast auf
6,5 bzw. 7,5 t. Die offizielle Bezeichnung ist Typ VI GL.
Bis 1929 werden 2000 Fahrgestelle und Komplettfahrzeuge
verkauft. Damit hat Büssing in Deutschland einen Marktanteil von zetiweise
95%, auf dem Weltmarkt von ca. 50% für Dreiachser.