BUESSING
Lieferungen an die ABOAG
Der Berliner Doppeldeck-Bus, Teil I

ABOAG Decksitzbus
Dieses noch etwas skurril aussehende Fahrzeug ist der Anfangspunkt einer langen Geschichte.

Berlin - damals größte Stadt des Deutschen Reiches, hat naturgemäß ein hohes Verkehrsaufkommen. Man versucht, des Andrangs mit S-Bahn und Straßenbahn Herr zu werden - und außerdem mit dem Omnibus. Um mehr Fahrgäste bei gleicher Straßenfläche befördern zu können, werden "Decksitz"-Busse verwendet. Zunächst liefern auch Daimler, die NAG und andere solche Busse für Berlin, nach und nach setzt sich aber Büssing durch.

ABOAG Doppeldecker
Doppeldecker auf dem Fahrgestell VI Gn, Ende 20er Jahre
Der Wagen hat noch Elastikbereifung (deswegen G=Gummi), eine offene Treppe, aber schon ein geschlossenes Oberdeck.

Aus dem Decksitz-Bus wird bald der Doppeldeck-Omnibus. Im allgemeinen ist es so, daß Büssing nur das Fahrgestell liefert, während der Doppelstock-Aufbau von Karosseriebauern gefertigt werden.

ABOAG Doppeldecker
Doppeldecker auf einem Sechsrad-Fahrgestell VI GLn (GL bedeutet "Gummi, Luft"), Ende 20er Jahre

Dieser Wagen mit vollkommen geschlossenem Aufbau ist der Standardbus der 30er und 40er Jahre. Die Fahrzeuge sind bis in in die Nachkriegszeit im Einsatz - unten ein Bild aus dem Trümmer-Berlin des Jahres 1953.

Berlin 1953


Vereinzelt fahren die zweistöckigen Büssing-Busse auch in anderen Städten - wie hier während des 2. Weltkrieges in Braunschweig.
Braunschweig Doppeldecker
Der Wagen ist ein 900 N mit 101 Plätzen. Der Aufbau stammt aus dem Werk Elbing, wo 1940 fünf Exemplare für Braunschweig gebaut werden. Der letzte wird erst 1958 außer Dienst gestellt. Unten ist einer der Doppeldecker im Depot Altewiekring im Jahre 1955 zu sehen.

Braunschweig Doppeldecker

Motor-Rundschau klein
Ein Artikel aus der Motor-Rundschau
über den Berliner Doppeldeck-Bus

Lion
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