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Mannesmann-Mulag
AG, Aachen
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Zu Beginn der 20er Jahre
erlebt die deutsche Automobil-Industrie einen beispiellosen Aufschwung.
Das liegt u.a. an der Inflation - jedermann ist bestrebt, das immer wertloser
werdende Geld in wertbeständigen Gütern anzulegen. Da bieten
sich Autos geradezu an, sie werden den Herstellern förmlich aus der
Hand gerissen. Nach der Währungsreform von 1924 ist diese Scheinblüte
vorbei, und die Weltwirtschaftskrise, die im letzten Drittel der 20er einsetzt,
gibt sehr vielen Herstellern den Rest.
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Dazu gehört
offenbar auch die Mannesmann-Mulag AG, eine Tochter des Stahlkonzerns Mannesmann
(heute Vodafon!). Das Werk wird1899 als Scheibler-Automobilwerke
gegründet . Seit 1907 stellt die Firma ausschließlich LKWs und
Busse her, die Bezeichnung "Mulag" wird seit 1909 verwendet. 1913
geht die Fabrik an Mannesmann.
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Büssing übernimmt
das Werk der in Konkurs gegangenen Firma und stellt hier Karosserien her.
Vielleicht spielt dabei auch eine Rolle, daß die Mulag AG eine Fabrik
in Saarbrücken in dem damals noch von Frankreich verwalteten Saarland
besitzt - u.U. will man auf diese Weise dort Fuß fassen.
Das Kapitel heißt
zwar "Büssing wird ein Konzern", die Übernahme der Mannesmann-Mulag
AG ist aber noch keine Konzernbildung. Die übernommene Firma
wird aufgelöst, Büssing hat also nur die Betriebsstätten
gekauft, nicht das Unternehmen!