|
Die
Wiederaufrüstung Deutschlands
|
Ähnlich wie der Erste Weltkrieg kündigt
sich auch der Zweite frühzeitig an - durch verstärkte Rüstungsanstrengungen.
Diesesmal sind diese Anstrengungen in Deutschland jedoch illegal ....
.
1935 wirft Hitler alle Bestimmungen des Versailler
Vertrages über Bord, die bestimmten, daß die deutsche Reichswehr
nur 100.000 Mann umfassen sollte und keine schweren Waffen besitzen durfte.
Die allgemeine Wehrpflicht wird wieder eingeführt, die Reichswehr
heißt von nun an Wehrmacht.
Oben die Verkündung der Wehrpflicht vor
dem Berliner Schloß am Heldengedenktag 1935, unten die Vereidigung
der ersten Rekruten im November 1935.
Es beginnt eine intensive Wiederaufrüstung
... zu Wasser ...
... zu Lande ...
... und in der Luft.
 |
Der Volksmund sagt damals: "Der
Führer ist ein armes Schwein, denn er hat keinen Führerschein."
|
Und das Volk hat recht - Hitler kann in
der Tat nicht autofahren. Obwohl er hier nach seiner Entlassung aus der
Festungshaft in Landsberg vor einem Mercedes steht, braucht er immer einen
Chauffeur.
Aber er ist trotzdem ein Autonarr.
Er besucht begeistert Automobilausstellungen, läßt Autobahnen
und den Volkswagen bauen ...
|
 |
Folgerichtig möchte er auch die Wehrmacht
motorisieren. Das entspricht natürlich den Anforderungen eines modernen
Krieges. Hitlers Freund und Vorbild Mussolini hat es im Abessinien-Feldzug
bewiesen - er ist mit einer motorisierten Armee über ein rückständiges
Land hergefallen und hat gewonnen.
Also wird auch die neue deutsche Wehrmacht
auf Räder gesetzt ...
Das alles freut natürlich die LKW-Hersteller
im ganzen Reich - Büssing macht da keine Ausnahme !
Im Vertrauen gesagt - es fahren nicht alle
Soldaten Auto, sondern vor allem spezielle motorisierte Einheiten, die
Artillerie, Stäbe und sonstige höhere Dienststellen - die Masse
der Soldaten geht immer noch zu Fuß, vieles wird mit Pferdevorspann
bewältigt, und auch der Eisenbahntransport spielt noch eine entscheidende
Rolle.