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Der
Schienenbus
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1950 liefert Büssing den
ersten sogenannten Schienenbus. Der Schienenbus ist ein sehr leichter Dieseltriebwagen
mit 54 Sitz- und 26 Stehplätzen. Der Antrieb erfolgt durch den Sechszylindermotor
U5 mit 100 PS. Die Kraftübertragung ist mechanisch. Zum Schienenbus
gehört ein Beiwagen mit 45 Sitz- und 18 Stehplätzen, später
wird der Achstand auf von 4,5 auf 6 m verlängert, jetzt gibt es 60
Sitz- und 38 Stehplätze.
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Der Schienenbus ist wirklich wie ein normaler
Omnibus aufgebaut - der Lokführer, eigentlich der Fahrer, sitzt vorn
im durchgehenden Innenraum, die Fenster haben oben Lüftungsöffnungen,
die Falttüren sind genauso wie bei einem Bus der damaligen Zeit. Allerdings
hat der Schienenbus je einen Führerstand an beiden Enden des Wagens
und kann auch vom Beiwagen aus gefahren werden.
Ziel ist es, für Nebenstrecken ein
preiswertes, billig zu betreibendes Fahrzeug zu haben, um deren drohende
Stillegung zu verhindern.
Die Bundesbahn-Direktionen Augsburg, Hamburg
und Karlsruhe bestellen insgesamt 11 Schienenbusse und 6 Beiwagen. 1952
wird eine erste Serie von 60 Bussen und 50 Beiwagen geliefert, eine zweite
Serie von 100 Bussen und 80 Beiwagen folgt 1953. Nach und nach erhalten
alle Direktionen der Bundesbahn diese Fahrzeuge, Büssing liefert insgesamt
über 1000 Triebwerke. Die Aufbauten kommen von der Waggonfabrik Uerdingen.
Für Strecken mit stärkerer Steigung
werden drei Schienenbusse mit zwei Motoren (U 10 mit je 150 PS) gebaut,
die auch mit zwei Beiwagen fahren können. Einige Schienenbusse erhalten
Motoren mit Abgas-Turbolader.
Heute sieht man bisweilen noch einen Schienenbus,
der als Dienstfahrzeug in Betrieb ist - wie hier im Jahr 2003 auf dem Bahnhof
in Fulda.