BUESSING
Die Büssing-Automobilwerke
in Braunschweig

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Niedergang
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1956 Die Bundeswehr wird aufgestellt. Nachdem LKWs zunächst von den Amerikanern zur Verfügung gestellt werden, beginnt bald ein Wettbewerb der deutschen LKW-Hersteller für die Produktion von Fahrzeugen für die Bundeswehr

Restriktive Maßnahmen in der Gesetzgebung, was Gewicht und Länge von Nutzfahrzeugen anbelangt ("Seebohm-Bestimmungen"), verunsichern die Kundschaft. Bei Büssing müssen 2.000 Mann entlassen werden.

Im Vorgriff auf das Verbot von Omnibus-Anhängern ab 1960 wird ein Gelenkbus für bis zu 175 Fahrgäste entwickelt.

Büssing trägt den neuen "Seebohm-Bestimmungen" durch die Einführung der Baureihen LS/LU 7.und.LS/LU 11 Rechnung.

1957 Büssing bietet als erster deutscher Hersteller luftgefederte Busse an.
1959 Der Mittelklasse-LKW Burglöwe geht in Produktion.

Die Hauben-LKWs erhalten ein neues Fahrerhaus.

1960 In Emden wird ein Zweigwerk errichtet. Es erweist sich als grandiose Fehlinvestition - nach nur zweieinhalb Jahren Betrieb wird es wieder geschlossen und an Volkswagen verkauft.

Die selbsttragenden Busse Konsul, Senator und Präsident werden vorgestellt.

Die Büssing Nutzfahrzeug GmbH wird in eine Aktiengesellschaft mit 14,5 Millionen Stammkapital umgewandelt. Eine hektische Umstrukturierung kostet Millionen und leitet den Untergang der Marke Büssing ein.

Der schwere LKW LS/LU11 Commodore wird vorgestellt.

1961 Das Werk Querum (Kralenriede) wird großzügig ausgebaut, aus der Konkursmasse der Borgward-Werke wird das Werk Osterholz-Scharmbeck erworben. Damit ist Büssing der größte LKW-Produzent in Europa.
1962-1968 Die Salzgitter AG übernimmt die Aktien der Büssing AG.
1963 Als letzter Haubenwagen wird der Commodore SK gefertigt.
1964 Das neue Montagewerk in Salzgitter-Watenstedt wird in Betrieb genommen. 

Das Büssing-Stammwerk an der Wolfenbütteler Straße in Braunschweig wird geschlossen und verkauft.

54% der Busse des öffentlichen Nahverkehrs sind Büssing-Fahrzeuge mit Unterflur-Motor, im LKW-Bereich beträgt der Anteil nur noch 25%.

1965 Die bisherige Parallelproduktion von Unterflur- und stehenden Motoren soll aufgegeben werden mit dem Ziel, nur noch Unterflurfahrzeuge zu produzieren. Die glücklosen Commodore 16 bzw. 22 entstehen. 

Der Büssing-Decklaster.wird als Prototyp vorgestellt.

Der große Boom der Wirtschaftswunderjahre ist auf dem LKW-Sektor vorbei (und nicht nur hier). 

Der Nachholbedarf an LKWs und Bussen, der durch den Krieg entstanden war, ist gedeckt, der Wiederaufbau weitgehend abgeschlossen. Wer einen LKW braucht, hat einen - jetzt muß nur noch der laufende Ersatzbedarf gedeckt werden - und LKWs werden eben nicht jedes Jahr neu gekauft, sondern halten in der Regel etwas länger.

Viele Hersteller wie Krupp, Henschel, Borgward (siehe oben) und andere geben auf. Nachdem auch bei Büssing der Umsatz in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, wird ein Kooperationsprogramm zwischen der Salzgitter-AG und MAN bezüglich Büssing abgeschlossen.

1965-1969 Ein völlig neue Modellreihe mit kantigem Fahrerhaus - die Baureihe BS -wird vorgestellt - die letzten LKWs, die bei Büssing gebaut werden ...

Nach kontinuierlichen Umsatzrückgängen in den vergangenen zwei Jahren wird ein Kooperationsprogramm zwischen der Salzgitter-AG und MAN bezüglich Büssing abgeschlossen.

1968 Die Familie Büssing scheidet endgültig aus dem Unternehmen aus.
1968-1971 Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG übernimmt nach und nach die Büssing-Aktien.
1969 Der letzte LKW wird bei Büssing konstruiert - der BS 22 S (BS 20 S 2)


Jugend- und Lehrjahre Erste Unternehmungen
Eisenbahnsignalbau LKWs und Omnibusse
Der Erste Weltkrieg und danach Büssing wird ein Konzern
Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder
Niedergang Das Ende

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