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Licht in die Autoelektronik
Grundig bringt Licht in die Autoelektronik mit D2B optical, einem Bussystem in Lichtwellentechnik. Der Bereich Car audio hat dieses System insbesondere für die Übermittlung von Audio- und Bilddaten nutzbar gemacht.
Die optischen Übertragungssysteme bieten erhebliche Vorzüge gegenüber den herkömmlichen Kupferverkablungen. Sie sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Einstrahlungen, bieten rauschfreie Signalübertragung ohne Qualitätsverlust und hohe Bandbreiten für die gleichzeitige Übertragung von digitalen Nutzdaten (Audio; Video) sowie Steuerbefehlen. Ein sogenannter Plastic Optical Fibre Ring (POF) oder zu deutsch: Kunstoff-Lichtwellenleiter, ersetzt die teueren und schweren PVC-ummantelten Kupferkabel. Damit ist die Lichtwellenleitertechnik nicht nur kostengünstiger, sondern spart auch Gewicht und trägt so zur Verbrauchssenkung bei, zwei wesentliche Kriterien für die Automobilindustrie, diese Systeme einzusetzen. Durch den Einsatz von Lichtwellenleitern aus dem Kunstoff Polyethylen ist diese Technik im Gegensatz zur PVC-Kabelisolation umweltfreundlicher.
Die "Verdrahtung" solcher Systeme gestaltet sich denkbar einfach, wobei jede Komponente wie z.B. Bildschirm, Aktivlautsprecher oder CD-Wechsler nur noch mit einer eigenen Stromversorgung am Bordnetz angeschlossen ist. Die optischen Ein- und Ausgänge der Geräte werden lediglich mit dem POF-Ring verbunden, der auch redundant ausgeführt werden kann, so daß einfache "plug & play" -Lösungen und schnelle Montage möglich sind.
"Der "Digital Data Bus", D2B optical, wird sich mittelfristig mit seinen dazugehörigen Protokollstrukturen bei den Herstellern der Automobil- und Unterhaltungselektronikbranche durchsetzen", so Dr. Ernst Hallas, Produktmanager bei Grundig. Für den automotiven Bereich gibt es bereits eine umfangreiche Spezifikation und handelsübliche Hardware. D2B optical stellt damit die zukunftssichere, erweiterbare sowie abwärtskompatible Lösung zur Vernetzung von Komponenten der Unterhaltungselektronik und Kommunikationselektronik im Kraftfahrzeug dar. In der heute zur Verfügung stehenden Version des D2B optical lassen sich bereits Bewegtbilder nach MPEG-I übertragen. Die nächste Generation ist bereits auf DVD-Übertragung und somit MPEG-II ausgelegt. Damit sind ausreichende Bildübertragungsqualitäten im Auto erreichbar.
Mit dieser Entwicklung folgt Grundig dem
Trend in der Luftverkehrs- und Datentechnik zur Vernetzung räumlich
getrennter Module und übernimmt folgerichtig die optische Verkablung
in der Kfz-Unterhaltungselektronik.
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