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| NSU WanKe~-Spider
Schon 1960 stellte Settone auf dem Turiner Salon seine Studie des Spott-Prinzen in geöffneter Version vor. Drei Jahre später, auf der Frankfutter IAA, erregte der kleine Spider abermals großes Aufsehen, und das hatte einen ganz besonderen Grund. Die Karosserie, im typischen Stil der sechziger Jahre, wo man auch beim Spottwagen nicht auf ausladende Formen, goldfarbene Schriftzüge und Plastikwappen verzichten wollte, lockte die Fachpresse gewiß nicht an den Stand. Ihr Interesse galt einer neuen Technik, die den NSU Wankel-Spider geschwind zu einem Meilenstein der Automobilgeschichte lanciette. Es war das erste Serienfahrzeug der Welt, das von einem Wankel-Motor angetrieben wurde. Diese Sensation plaziette man im Heck des Wagens, aber Unbedarfte ließen sich mit der Frage nach der Lage des Antriebsaggregates verwirren. Unter der vorderen Haube befanden sich nämlich nurWasserkühler und ein überThermostot geregelterVentilator, der sich bei Bedarf automatisch zuschaltete. Nach dem Öffnen der hinteren Haube fiel auf den ersten Blick auch nur ein relativ flacher Kofferraum auf. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckte man im hinteren Kofferraumboden eine Klappe, unter der sich der Motor verbarg. , Verbarg' war der richtige Ausdruck, denn zunächst sah man nur ein Getriebe und erst aus der Lage von Vergaser und Zündunterbrecher ließ sich ahnen, daß eine am Getriebe angeflanschte flache Scheibe der ventillose Motor sein müßte. Geringer Raumbedarf war nun eben eine der angenehmsten Eigenschaften des Wankel-Motors. Wurde das Motorgehäuse wassergekühlt, so besorgte ein Ölkreislauf, der auch die Schmierung übernahm, die Kühlung des rotierenden Läufers. Obgleich der Spider-Motor nur eine Scheibe hatte, wirkte sein Lauf vibrationsarm und angenehm leise. Das war gefährlich, denn man härte es kaum, wenn der Motor überdreht wurde, und das nahmen die Dichtleisten im Rotor übel. Jedenfalls konnte sich das neue Automobil sehen lassen, die englische Fachzeitschrift "Motor" kannte angeblich nur wenige vergleichbare Wagen dieser Klasse, die sich auf kurvenreichen Straßen mit viel Spaß bewegen ließen. Trotzdem blieben die Verkaufszahlen bescheiden. Einerseits war das Konzept für den Normalverbraucher etwas zu revolutionär, andererseits wurde der Ruf des Wankel-Motors durch viele Reklamationen angekratzt. Technisch bosiette der Spider auf dem Spott-Prinz,
ober er erhielt vordere Scheibenbremsen und .eine neue Schräglenkerhinterochse,
um die höhere Endgeschwindigkeit zu kompensieren. Das Armaturenbrett
war mit einem Drehzahlmesser ausgestattet, gelenkt wurde per Spottlenkrod.
Voll versenken ließ sich das Spottverdeck und mit dem etwas später
geliefetten Hardtop erhielt der Spider-Besitzer sogar ein Allwetterauto.
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