Rinaldo
Piaggio |
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| 1884 wurde die Firma Piaggio
in Pontedera bei Pisa in der Toskana zur Holzverarbeitung und Schiffsausrüstung
gegründet. |
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| Seit 1915 baute Piaggio Flugzeuge und
Flugzeugmotoren, die internationalen Ruf erlangten. |
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| Während des Zweiten Weltkrieges wurde
Piaggio durch Mussolini in die Rüstungsproduktion eingespannt und
baute den Bomber P 108 B. Zusätzlich produzierte das mittlerweile
12.000 Mann starke Unternehmen Eisenbahnwaggons und Oberleitungsbusse. |
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Bomber Piaggio P 108 B
4 Piaggio Sternmotoren mit
je 1350 PS
Spannweite 32 m, Startgewicht
29.885 kg
Höchstgeschwindigkeit
420 km/h
Reichweite 3520 km
Bewaffnung: 7 MGs, 3500
kg Bomben
Besatzung: 6 Mann |
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| Nach der Befreiung Italiens 1943 hatte
Piaggio das gleiche Problem wie fast alle Rüstungsfirmen in Italien
(und später auch in Deutschland) - die aufgeblähte Rüstungsproduktion
wurde verboten und man mußte nun schnellstmöglich zivile Güter
produzieren. Erschwerend kam hinzu, daß viele Anlagen in Pontedera
durch Bombenangriffe zerstört worden waren. |
Enrico Piaggio,
einer der Gebrüder
Piaggio |
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Die Hallen in Pontedera,
wo die ersten Vespas gefertigt wurden.
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Das heutige Piaggio-Werk
in Pontedera
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Das Unternehmen produziert vor allem zwei-,
drei- und vierräderige Motorfahrzeuge (weltweit knapp 1 Mio. Stück
pro Jahr). Die Fahrzeuge werden unter den Marken Piaggio, Gilera und Puch
vermarktet. Piaggio ist der führende Hersteller von motorisierten
Zweirädern in Europa mit einem Marktanteil von ca. 41%.
Die Globalisierung macht auch vor dieser
tradtionsreichen Firma nicht halt.
Deutsche Bank kauft Piaggio
Als sich im Sommer die Mär vom Verkauf der italienischen Traditionsmarke
über den amerikanischen Texas Pacific Fonds Bahn brach, kam es in
Italien zu einer Protestwelle.
Jetzt haben überraschend die Amerikaner das Rennen gegen die Deutsche
Bank verloren. Deren Tochter Morgan-Grenfell (seit 5. Oktober "Deutsche
Asset Management") hat mit einem vergleichsweise dicken Scheck von 1,3
Milliarden DM das Rennen gemacht. Dafür gab es 80% der Anteile des
Piaggio-Kapitals.
Versüßt wird den Italienern der Verkauf durch die Übernahme
von Schulden in Höhe von 200 Millionen DM.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 26.10.1999)
Vielleicht wird das Piaggio-Logo
in Zukunft so aussehen .....
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