| Als Resultat des Erfolges der Vespa entstanden
in Deutschland zahlreiche Hersteller (um die drei Dutzend waren es zum
Schluß) von Rollern und später Kabinenrollern.
Einige versuchten es mit Primitivrollern
und niedrigen Preisen, die die Kunden zum Kauf bewegen sollten. Roller
wie z.B. der Cityfix, der Ami, das Mota-Wiesel, der ASB-Roller, der Servos,
der Ferbedo oder der Lutz-Roller (der in Braunschweig in den Hallen der
heutigen DLR-Lehrwerkstatt in der Kralenriede hergestellt wurde), fanden
keinen Absatz und verschwanden nach kurzer Zeit wieder vom Markt.
Im Mittelfeld lagen Hersteller, die sich
im Großen und Ganzen an der Vespa orientierten.
An der anderen Grenze der Skala warben
Hersteller um ihre Kunden mit Rollermobilen, Einspur-Autos oder Autorollern,
die nicht nur dem Namen nach Parallelen zum Automobil besaßen, sondern
auch in ihrer Optik. Diese Roller boten dem Kunden so viel Blech, wie es
die Pressen zur Herstellung und die Rollermotoren an Leistung zuließen.
In den beiden letzten Gruppen finden wir
die bekannten Hersteller von Rollern der 50er Jahre wieder wie z.B. NSU,
Faka, Walba, Bastert, Goggo, Maico, Zündapp, Herkules, Heinkel und
Dürkopp, denen ein großer Erfolg beschieden war.
Grund dafür war unter anderem, daß
sich die Käuferschicht bewußt Details des Autos am Roller wünschte
und die Hersteller diesen Wünschen auch entsprachen. So besaßen
Roller der damaligen Zeit schon Anlasser, Benzinuhr, Choke und Zeituhr. |