Die Vespa in den 60ern

1960 wurde die zweimillionste Vespa hergestellt.

1963 hatte man eine Vespa mit 50 Kubikzentimeter-Motor eingeführt. Die 50 S durfte ab 16 Jahren mit Führerschein Klasse 4 (damals ohne Fahrschulbesuch und Prüfung) gefahren werden und war steuerfrei.

1964 kamen zwei neue Modelle ins deutsche Vespa-ProgrammDie neue 125er mit 4,8PS im Stil der "großen" Roller und die G.L.150 mit 5,9PS und 4 Gängen (wie bei den G.S.- Modellen). Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits sieben Vespa-Modelle in Deutschland

Vespa 50 N                                                   990,- DM                                     40km/h
Vespa 50 S                                                 1040,- DM                                     60km/h
Vespa 125                                                   1350,- DM                                     70km/h
Vespa 150 Touren                                     1490,- DM                                     80km/h
Vespa 150 GL                                             1550,- DM                                     80km/h
Vespa 150 G.S.                                          1590,- DM                                     95km/h
Vespa 160 G.S.                                          1750,- DM                                     95km/h

Während ständig neue Modelle von Piaggio herauskamen, hatten sich die deutschen Rollerhersteller fast vollständig aufgelöst, aber zu dieser Problematik später.

1966 wurden die G.S.- Modelle umbenannt und hießen ab nun Sprint und Super. Die 125er Super verfügte über eine reichhaltigere Ausstattung als die normale 125er und besaß die gleichen Fahrleistungen wie die 150er. Hier entschied dann nur noch das Prestige.

Mit der 50 Super Sprint, welche ebenfalls 1966 folgte, fuhr Piaggio allen 50er Rollern auf deutschen Straßen davon. Die Super Sprint, deren Höchstgeschwindigkeit 68km/h betrug, hatte das Reserverad im Durchstieg.

Über dem Ersatzrad befand sich ein gepolsterter Werkzeugkasten, der dem liegenden Fahrer ermöglichen sollte, das Letzte an Geschwindigkeit aus seinem Roller herauszuholen.

Zwei Jahre später baute man sogar, wenn auch nur in geringen Stückzahlen, eine 90 Kubikzentimeter-Version der Super Sprint. Die 90 SS hatte eine Höchstgeschwindigkeit  von 93km/h und ist heute ein begehrtes Sammlerstück. Ab diesem Modelljahr nannte man die 125er Sprint übrigens Primavera, was auf deutsch "Frühling" heißt.


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Die Roller
der DDR

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