| Die bei den P-Modellen begonnene Einführung
zu mehr Sicherheit und Bedienfreundlichkeit (sie hatten die Blinker im
Beinschild und in den Seitenhauben) setzte sich bei den PX-Modellen 1985
fort. Diese hatten nun Getrenntschmierung, bei der nicht mehr Gemisch (Benzin/2-Takt-Öl
im Verhältnis 1:50) getankt werden mußte, sondern 2-Takt-Öl
durch eine Ölpumpe im Vergaser dem Benzin beigemischt wurde. Der Vespa-Fahrer
mußte nun nur alle 1000km einen Liter 2-Takt-Öl in den Öltank
eines Rollers einfüllen. Das umständliche Selbermischen bei jedem
Tankvorgang oder das Schlangestehen mit den Mofafahrern an der Gemischsäule
entfiel ab jetzt. Auch besaßen die PX-Modelle nun endlich abschließbare
Seitenhauben, deren Verschlüsse unter der Sitzbank saßen. Dies
wurde nötig, da die Seitenhauben der P-Modelle des öfteren geklaut
wurden (und Seitenhauben sind nicht billig).
Parallel zur PX-Reihe führte man 1985
auch die PK-Reihe ein, die sich zur PX nur durch ein schmaleres Erscheinungsbild
und den Motor unterschied. Der Motor der PK basierte nämlich auf dem
des Modells 50 S und wurde mit 50, 80 und 125 Kubikzentimeter Hubraum angeboten.
1987 folgte dann die Vespa Cosa. Sie war
ein im Windkanal weiterentwickeltes Modell der PX und sorgte unter den
eingefleischten Vespafahrern für heftige Diskussionen, da sie über
der Blechkarosserie eine Verkleidung aus Kunststoff trug. Neben der wesentlich
besseren Straßenlage, dem hydraulischen Verbundbremssystem (Fußbremse
wirkt auf Vorder- und Hinterrad), dem Drehzahlmesser, der Startautomatik
und dem elektrischen Benzinhahn, besitzt die Cosa auch ein Reserverad serienmäßig,
das bei den PX- und PK-Modellen nur gegen Aufpreis erhältlich ist. |