Nur wenige werden heute noch wissen, daß
Piaggio auch einmal Autos hergestellt hat.
Der Vespa 400 war ein kleines, sehr sorgfältig
konstruiertes Coupé mit konventioneller Pontonkarosserie und Rolldach.
Er bot zwei Personen Raum und hatte hinter den Vordersitzen Platz für
reichlich Gepäck oder Notsitze für Kinder. Wenn erforderlich,
konnte der Beifahrersitz doppelt gefaltet werden, dann ließen sich
auch sperrige Dinger unterbringen. Damit wurde der hübsche 400 zum
idealen Einkaufswagen und eroberte sich vor allem die Herzen der Damen.
Angetrieben wurde das Wägelchen durch
einen Zweitakt-Twin mit 400 ccm und 14 PS.
Als die ersten Prototypen des Vespa 400
fertig waren, hatte Fiat gerade sein neues Modell 500 herausgebracht, und
man erkannte bei Piaggio, daß damit in Italien nicht zu konkurrieren
war. Deshalb wurde es kein italienisches, sondern ein französisches
Auto: Der Vespa 400 wurde in der Vespa-Rollerfabrik ACMA (Ateliers
de Constructions de Motos et Accessoirs) in Fourchambault südlich
von Paris gefertigt und auf dem Pariser Autosalon 1957 vorgestellt.
1961 ist die Produktion eingestellt worden.
Auch heute baut Piaggio übrigens
noch Autos, nämich den Kleinlastwagen Porter, den es auch in elektrischer
Version gibt.