Die Vespa in den 50ern



Natürlich blieb die Vespa nicht in ihrer ursprünglichen Form. Es kamen immer wieder neue, stärkere Modellvarianten hinzu, und gezielte Modellpflege macht dieVespa heute wohl zum stabilsten und robustesten Fahrzeug auf zwei Rädern.

So  saß bereits 1953 bei der Hoffmann-Vespa (Modell A) mit 125 Kubikzentimeter und 4,6PS der Scheinwerfer auf dem Lenker, während der ehemalige Scheinwerfer auf dem Schutzblech als Nebelleuchte umfunktioniert wurde. Im Jahr darauf gab es eine stärkere Version mit 5PS und viel Chrom.

1955 kam ein 150 Kubikzentimeter Motor mit 8PS in der Vespa G.S. (Grand Sport) zum Einsatz. Sie besaß erstmals die zehn Zoll - große Bereifung, welche bis heute Verwendung findet. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von Knapp 100km/h war sie ein echter Renner unter den Rollern. !956, das sei beiläufig gesagt, wurde die einmillionste Vespa gebaut. In diesem Jahr wurde die Touren-150 vorgestellt. Sie hatte einen auf 5,5PS gedrosselten Motor und noch die alten Motorrad-Schwingsättel (bei der G.S. war es schon eine durchgehende Sitzbank).

Ab dem Modelljahr ë56 lieferte man die G.S. gegen 70,- DM Aufpreis "aufgeräumt" aus, d.h. das die Seilzüge (wie bei den heutigen Vespen) in der Blechkarosserie und im Lenker verlegt wurden.

Zu dieser Zeit verkaufte man in Italien drei Modelle der Vespa, die 150 G.S., die Touren-150 und noch die alte 125er mit Monosattel, Motorradlenker und Scheinwerfer auf dem Kotflügel. Dieses Modell gab es in Deutschland allerdings nicht mehr zu kaufen.

1958 kam die G.S. 160 auf den deutschen Markt. Sie war eine aufgebohrte Version der 150 und hatte 8,5PS. Die G.S. 160 hatte die Blinker auf den Seitenhauben, die ihre Sportlichkeit  betonen sollten. 

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