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| 1946
- 1960
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| 1946
Noch ist man mit Aufräumarbeiten beschäftigt, aber schon werden in grî·erem Umfang die ersten wirklichen Volkswagen - "zivile" Käfer - als Reparationsleistungen an die Alliierten geliefert. Es sind die sogenannten CCG - Wagen (Control Commission for Germany). Ein weiterer Teil geht an deutsche Behîrden, die Reichspost, das Deutsche Rote Kreuz und andere Institutionen. Privatpersonen bleiben vom Kauf noch ausgeschlossen. Am 14.Oktober läuft der 10.000 nach Kriegsende gefertigte Volkswagen vom Band. Der Preis für die Standardlimousine wird auf 5.000 Reichsmark festgelegt, was aber nicht bedeutet, daß man den Wagen jetzt privat kaufen kann. |
| 1947
Die Werksleitung beschließt, sich an der Exportmesse in Hannover zu beteiligen und den Volkswagen zu exportieren. Dies ist ein wesentlicher Entschluß im Hinblick auf den späterten, weltweiten Erfolg. Von der Jahresproduktion (8.987) werden 56 Limousinen in die Niederlande exportiert. Seit dem 8. August sind die Gebrüder Pon Volkswagen-General-importeur für die Niederlande. |
| 1948
Am 1.1.1948 übernimmt Dipl.-Ing. Heinrich Nordhoff als Generaldirektor die Leitung des Werks und baut eine Vertriebs- und Kundendienst-Organisation für den Volkswagen auf. Im Mai läuft der 25.000ste Volkswagen vom Band. Am 28.2. wird der Volkswagen-Versicherungsdienst eingerichtet. Die besonderen Leistungen des VVD erhält der Volkswagenkäufer nur bei Volkswagenhändlern. Am 29.7. wird der Sitz der Gesellschaft von Berlin nach Wolfburg verlegt. Zum Werk gehîren jetzt 8.361 Mitarbeiter, der Durchschnittslohn pro Stunde liegt bei 1,11 DM. Der Käfer wird nach Dänemark, Luxemburg, Schweden, Belgien und in die Schweiz exportiert. Der Export beträgt 23% der Gesamtproduktion und bringt 21 Millionen DM an Devisen. Die gesamte Jahresproduktion beläuft sich auf 19.244 Personenwagen. Der Inland-Marktanteil liegt bei 63,5%, die Volkswagenproduktion umfaßt 64,4% der deutschen PKW-Herstellung. |
| 1949
Die Alliierte Militärregierung verzichtet auf die Kontrolle der bisher beschlagnahmten NS-Vermögenswerte, worunter auch das Volkswagenwerk fällt. Die Verfügungsgewalt über das Werk wird der Bundesregierung übertragen. Eine betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter des Volkswagenwerks wird eingeführt. Der Käfer wird vom niederländischen Generalimporteur Pon nach den USA verschifft. Dort ist er Ausstellungsstück auf der Deutschen Industrieschau in New York. Am 13.Mai läuft der 50.000. Volkswagen in Wolfburg vom Montageband. Als Tochterunternehmen wird die "Volkswagen-Finanzierungsgesellschaft mbH" am 30.6.1949 gegründet. Das Export-Modell wird am 1.7. vorgestellt; es kostet 5450 DM. Gleichzeitig erfolgt die Vorstellung eines von der Firma Karmann karossierten viersitzigen VW-Cabriolets. Es wird im Verlauf seiner Geschichte das meistgekaufte Cabriolet der Welt mit 330281 Exemplaren sein. Die Jahresproduktion des Volkswagenwerks steigert sich auf 46.154 Fahrzeuge; zur Belegschaft gehören 9.497 Mitarbeiter. |
| 1950
Am 4.März 1950 feiert das Werk den 100.000. Volkswagen. Am Motor werden wesentliche Verbesserungen vorgenommen. Das Exportmodell erhält hydraulische Bremsen. Man kann den Volkswagen jetzt oben ohne als Cabriolet, mit Sonnendach oder als geschlossene Version kaufen. Das VW-Standardmodell kostet 4.800 DM, das Exportmodell 5.450 DM. Die Lieferung zerlegter CKD-Fahrzeuge (CKD = completely knocked down) zur Montage in Brasilien und Irland beginnen. Dies sind die Wurzeln der Auslandsmontagestätten, die sich im Laufe der Zeit zu eigenständigen Produktionwerken entwicheln. Mit dem Wiederaufbau der Halle 3 - mit 70.000 m2 Grundfläche lange Zeit die größte Fabrikhalle Norddeutschlandsm - hat das Volkswagenwerk seine Produktionfläche der Vorkriegszeit erreicht, die ehemaligen Produktionzahlen jedoch bereits weit hinter sich gelassen. éhnlich wie der Käfer wurde auch der Transporter ohne Vorbilder konzipiert. Es ist das ausgereifte Ergebnis einer Skizze des niederländischen Importeurs Pon, der sich an einem für innerbetrieblichen Transport verwendeten Plattenwagen orientiert hat. Der VW Transporter stellt einen völlig neuen Fahrzeugtyp im Bereich der Nutzfahrzeuge dar und schafft sich im Laufe der Zeit einen eigenen Markt. Der sogenannte "Typ 2" umfaßt nicht nur Nutzfahrzeuge in jeder erdenklichen Funktion, sondern erscheint auch als Kleinbus. Bis Ende des Jahres erhîht sich die Tranporter-Tagesproduktion auf 60 Autos. In Wolfsburg sind unter Mithilfe des Werks 1.100 Wohnungen entstanden. Zugleich beginnt der Bau eines Wohnheimes mit 561 Betten. Die freiwilligen sozialen Leistungen des Werkes belaufen sich bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt auf 12,3 Millionen DM. |
| 1951
Am 5.Oktober läuft der 250.000. Volkswagen vom Band und wird unter der Belegschaft verlost. Die Jahresproduktion beträgt 105.712 Wagen, davon sind 12.003 Transporter. Die Produktionsteigerungen des Vorjahres können damit nicht wiederholt werden. Das Volkswagenwerk exportiert nun in 29 Länder. In der Bundesrepublik gibt es bereits 729 Vertretungen, die insgesamt über 11.000 Mitarbeiter beschäftigen. Durch Beschluß der Finanzminister des Bundes und des Landes Niedersachsen wird das Grundkapital der Volkswagenwerk GmbH von 150 Millionen Reichsmark im Verhältnis 5:2 auf 60 Millionen DM neu festgesetzt. |
| 1952
Im November erhält die Stadt Wolfsburg vom Volkswagenwerk eine Zusage über 9,5 Millionen DM für die kommunale Erstausstattung, die bis 1958 ausgezahlt werden. Das Werk baut 28,7% mehr Volkswagen als im Vorjahr. Im Juni kann Pon den 10.000. Volkswagen für die Niederlande abholen. Die größte technische Neuerung des Jahrgangs 1952 ist die Ausstattung des Exportmodells und des Cabriolets mit einem Synchrongetriebe. Die Volkswagen Canada Ltd. wird als Tochtergesellschaft der Volkswagenwerk GmbH in Toronto gegründet. |
| 1953
Am 23. März wird in Sao Bernardo do Campo die Volkswagen do Brasil S.A. gegründet. Sie entwickelt sich in kurzer Zeit zur bedeutendsten ausländischen Tochtergesellschaft des Unternehmens. Am 20.4. wird die Volkswagen-Wohnungsbau GmbH gegründet. Am 3. Juni läuft der 500.000. Volkswagen
vom Band. Die Belegschaft erhält eine Prämie von 2,5 Millionen
DM.
Am 8. Dezember kommt der 250.000. Besucher ins Werk Wolfsburg. |
| 1954
Mitte des Jahres wird in Clayton/Australien die CKD-Montage von Volkswagen aufgenommen. Die Leistung des VW-Motors wird auf 30 PS erhîht. Der Durchschnittslohn der VW-Mitarbeiter beträgt 2,25 DM pro Stunde. Am 9. Oktober läuft der 100.000. Transporter vom Band. Die Tagesproduktion liegt bei 80 Fahrzeugen. Heinrich Nordhoff entschließt sich zum Bau eines Transporterwerkes in Stöcken bei Hannover. Baubeginn ist der 1. März 1955. |
| 1955
Am 14.7 wird das in Verbindung mit der Firma Karmann entwickelte VW-Karmann-Ghia-Coupe vorgestellt. Der Preis liegt bei 7.500 DM. Am 5.August läuft der einmillionste Volkswagen vom Band. In Englewood Cliffs, N.J. wird, am 27.10. die Volkswagen of America, Inc. als Verkaufsgesellschaft gegründet. |
| 1956
Am 20. April beginnt im neuen Werk Hannover die Volkswagen Transporter-Produktion. Volkswagen geht nach Südafrika. Das Werk erwirbt die Aktien des südafrikanischen Importeurs und gründet eine Tochtergesellschaft als Montagebetrieb: die Volkswagen of South Africa (PTY) Ltd. in Uitenhage, C.P. Südafrika. Die Wochenarbeitszeit wird von 48 auf 45 Stunden reduziert. |
| 1957
Als neuestes Modell wird auf der IAA das zweisitzige VW-Karmann-Ghia-Cabriolet vorgestellt. In Wolfburg, Braunschweig und Hannover sind die Produktionkapazitäten erschöpft. Aus diesem Grund kauft Volkswagen im Oktober ein weiteres Grundstück in Kassel. In Melbourne wird die Volkswagen Australasia Pty.Ltd. gegründet, an der die Volkswagenwerk GmbH mit 51% beteiligt ist. |
| 1958
Im Werk Kassel beginnt mit 25 Mitarbeitern die Arbeit in der Aggregataufbereitung. Kurz darauf wird dort der 250.000. Austauschmotor seit 1948 fertiggestellt. Im Werk Wolfsburg beginnt der Bau eines 13stöckigen Verwaltungsgebäudes. |
| 1959
Im Werk Hannover läuft die Motorenproduktion an. Seit dem werden dort alle luftgekühlten und heute wassergekühlten Volkswagen Boxermotoren für den innerdeutschen Markt hergestellt. Am 7. Januar übergibt Professor Nordhoff
in Sao Paulo das neue Werk der Volkswagen do Brasil seiner Bestimmung.
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| 1960
Am 29. Juni wird die Volkswagenwerk GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 40% des Kapitals verbleiben bei Bund und Land Niedersachsen, 60% werden als Volksaktien ausgegeben. Der Verkauf beginnt am 16. Januar 1961. Am 11. September wird die Volkswagen France
S.A. in Neuilly gegründet.
Bis Mitte des Jahres werden 500.000 Volkswagen in die USA exportiert. Bei Volkswagen do Brasil läuft bereits
der 10.000. PKW seit der Produktionsaufnahme im Januar 1959 vom Band.
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