Wie der Name andeutet, ist die Altstadt der älteste Teil Braunschweigs. Zwar werden die Altewiek und die Altstadt ungefähr gleichzeitig entstanden sein, aber die Altstadt wurde zu einer wirklichen Stadt, während die Altewiek zunächst ein von Burg und Ägidienkloster abhängiges Dorf war.

Um das Jahr 900 herum entstand am heutigen Eiermarkt eine Siedlung mit der Jakobskirche, die sich zum Kohlmarkt und dann zum Altstadtmarkt hin entwickelte. Hier siedeln sich wohlhabende Leute, Goldschmiede, Geldwechsler und Kaufleute an. 1130 erhält die Altstadt von Lothar III. das Stadtrecht. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde der heutige Altstadtmarkt zum Mittelpunkt des Weichbildes - 1190 wird die Marktkirche St. Martini gebaut, dann der Urbau des Altstadtrathauses, 1307 wird das Gewandhaus zum ersten Mal erwähnt.

Wie reich und bedeutend die Altstadt war, läßt sich daran ermessen, daß sie nicht nur eine Kirche besaß wie die anderen Weichbilde, sondern gleich deren vier, nicht gerechnet zwei kleinere Kapellen.

 
Der Altstadtmarkt auf dem Stadtmodell "Braunschweig 1671")
 
Wenn man das Stadtmodell, das heute im Altstadtrathaus aufbewahrt wird, anschaut, dann scheint es so, als habe sich seit damals am Stadtbild um den Altstadtmarkt herum nicht viel verändert. Auch der Laie erkennt ohne weiteres die Martinikirche, das Rathaus, das Gewandhaus und den Marienbrunnen. Tatsächlich ist hier - trotz Umbauten und Zerstörungen des 2. Weltkrieges, die Struktur der Straßen seit dem Mittelalter gleich geblieben.
 
 
Wer Altstadtmarkt im 19. Jahrhundert - im Zentrum der Marienbrunnen mit den großen steinernen Waschtrögen, links neben den mittelalterlichen Fachwerkhäusern das stolze Stechinelli-Haus. Die gotischen Fassaden der Martinikirche und des Rathauses bieten einen imposanten Hintergrund, wurden aber offenbar ein wenig als das "dunkle Mittelalter" erlebt.
 
 
 
Markt auf dem Altstadtmarkt 1955. Über den Platz und vor allem um die Kurve in die Breite Straße (nach links) kreischt die Zitronengelbe - die Straßenbahn. Das Rathaus ist wieder einigermaßen intakt (es hatte im Krieg nur das Dach verloren). Die Martinikirche hat überhaupt kein Dach mehr.

Die Anbauten am Gewandhaus sind abgerissen worden, dafür ist das alte Zollhaus aus Rüningen hier angebaut worden (links).

 
Markt auf dem Altstadtmarkt heute - St. Martini hat neue Helme bekommen, die Straßenbahn ist verschwunden, sonst hat sich nicht viel verändert.
 
Im Mittelpunkt des Altstadtmarktes steht nach wie vor das
 
Altstadtrathaus

Gegenüber erhebt sich die Marktkirche der Altstadt
 

St. Martini

Die eine Längsseite wird begrenzt vom 
 

Gewandhaus

Manche alte Häuser an der Ostseite des Platzes wurden schon in der Gründerzeit durch neue ersetzt, hier ist noch erwähnenswert das
 

Haus zu den Sieben Türmen

Auf der Nordseite des Altstadtmarktes steht schließlich als letztes einigermaßen historisches Gebäude noch das
 

Stechinelli-Haus

Mitten auf dem Platz finden wir seit alters her den
 

Marienbrunnen

 
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