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| Das Gewandhaus |
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Das Gewandhaus wurde erstmalig als Kaufhaus der Gewandschneider, der vornehmsten Gilde der Altstadt, 1303 erwähnt. |
| Es war bereits im
13. Jahrhundert vorhanden. Offenbar hat es immer dieselbe mächtige
Ausdehnung gehabt. Die Gewandschneider oder Tuchhändler waren nicht
nur reich, sie tranken wohl auch gerne einen: Im "Klederhof", wie das Haus
auch hieß, wurde schon früh Wein und Bier ausgeschenkt.
1588/92 hat Hans Lampe das baufällig gewordene Gildehaus umgebaut. Dabei entstand die berühmte Renaissancefassade. Die Bildhauer waren Balthasar Kircher und Jürgen Röttger. Sie schufen eines der bedeutendsten Werke der Renaissance in Braunschweig und in Niedersachsen. Nach dem Niedergang der Gilden wurde das Gebäude als Messehalle, Weinhaus und Lagergebäude genutzt. 1858 kam es in Staatsbesitz, 1907 kaufte es die Stadt. |
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| Wie an vielen mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Häusern, finden wir auch am Gewandhaus kleine Anbauten. Im Süden gab es die Garküche, nach der auch die Straße hier benannt ist. Wo diese "garkoken" genau gewesen ist, weiß man nicht, sie war einer der "Scharren" oder Verkaufsbuden, die die "Knochenhauer" (Schlachter, Fleischer, Metzger) hier besaßen. |
1910 wurden diese bescheidenen Häuser abgerissen und stattdessen das neue Gebäude der Industrie- und Handelskammer Braunschweig errichtet, die den gesamten Komplex bis heute nutzt. |
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| Auch an der Nordseite des Gewandhauses befand sich eine angebaute Häuserzeile, die jedoch den Zerstörungen des Krieges zum Opfer fiel. |
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An ihrer Stelle wurde Anfang der 1950er Jahre das alte Zollhaus aus dem Dorf Rüningen an das Gewandhaus angefügt. Es stammt aus dem Jahre 1643 und mußte an seinem ursprünglichen Standort einer Straßenverbreiterung weichen. |