Von 1837 bis 1918 diente das Schloß den Herzögen von Braunschweig und Lüneburg als Residenz.
 
Der Thronsaal Herzog Wilhelms
 
Wachablösung vor dem Schloß. Die Aufnahme stammt von 1913. Wie man an den Zuschauern links erkennen kann, war der Schloßhof für das Publikum nicht tabu, jedermann konnte auch zu Herzogs Zeiten bis an das Schloß herangehen, nur eben nicht hinein.

Das Bild war offenbar ein Werbephoto für die "Bergheil"-Kamera des Braunschweiger Herstellers Voigtländer, die damals hochmodern war.

 
Die letzten Herrscher, die das Braunschweiger Schloß bewohnten: Herzog Ernst-August und Herzogin Viktoria-Luise im Mai 1914.
 
Am 8. November 1918 dankte Herzog Ernst-August ab.

Auf der Urkunde die Unterschriften des Herzogs, des Vorsitzenden des Arbeiterrates, August Merges, und des Vorsitzenden des Soldatenrates, Friedrich Schubert.

 
Die Delegation des Arbeiter- und Soldatenrates vor dem Braunschweiger Schloß. Der dritte von links ist August Merges, der Vorsitzende des Rates.
 
Der Ex-Herzog und die Ex-Herzogin brauchten jetzt natürlich nicht zur Miete zu wohnen - sie zogen auf ihr Schloß in Gmunden und später nach Blankenburg.
Gmunden
Blankenburg

  
Das ehemalige Herzogtum Braunschweig war jetzt eine Räterepublik nach russischem Vorbild, ihr Ministerpräsident wurde August Merges.

Im Dezember 1918 wurden aber Landtagswahlen abgehalten, in denen sich SPD, USPD und bürgerliche Kräfte gegenüber dem Arbeiter- und Soldatenrat durchsetzten.

 
Die gemäßigten Kräfte riefen die Reichsregierung in Berlin zu Hilfe. Reichspräsident Ebert verhängte über Braunschweig den Belagerungszustand und schickte Truppen unter dem Kommando eines Generals Maercker.
 
Soldaten des Generals Maercker mit einem Panzerauto vor dem Schloß
 
Gefangengenommene Revolutionäre, wahrscheinlich Ecke Bohlweg - Steinweg
 
Maercker "räumte auf" in Braunschweig, nahm viele Revolutionäre gefangen, setzte die Regierung Merges ab - damit war die Räterepublik Braunschweig am 17. April 1919 schon wieder vorbei.
Nach 1918 wurde aus dem Schloß ein Museum - vor allem, um die wertvolle Inneneinrichtung zu bewahren.
 
Am 18. Oktober 1931 war vor dem Schloß der große Vorbeimarsch der SA vor Adolf Hitler ...
 
... und dann kam das 3. Reich.

1935 richteten die Nationalsozialisten im Schloß eine SS-Junkerschule ein.

 
Zur besseren Orientierung ...

 
Zurück