|
.
Die Bautätigkeit
im Weserraum war so stark, daß Architekten, Baumeister und Steinmetze
auch aus anderen Gegenden angeworben wurden.
.
Zwei
Meister ragen besonders hervor:
 |
Jörg Unkair
Unkair war im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts
aus Lustnau bei Tübingen in das Wesergebiet gekommen. Als junger Mann
hatte er noch am Straßburger Münster mitgebaut. An der Weser
arbeitete er an den Schlössern in Neuhaus, Schelenburg, Stadthagen
und Detmold. Dabei brachte er zum erstenmal Architekturelemente der Renaissance
in die Region der späteren Weserrenaissance. Sein aus Italien stammender
Formenschatz mischt sich hier mit den Ausklängen der Spätgotik.
. |
 |
Cord Tönnis
Tönnis ist in Hameln nachgewiesen,
dort hat er 1589 für Gerd Leist das Haus Osterstraße 9 errichtet,
außerdem stammen von ihm das Haus Bäckerstraße 16 und
Gebäude in Rinteln. Am Schloß Detmold soll er unter Jörg
Unkair gearbeitet haben.
. |
Unkair und Tönnis
kennen wir durch ihre Steinmetzzeichen, außerdem Johann Robyn
aus Flandern und Michael Clare aus Schwerin, um nur die bedeutendsten zu
nennen. Insgesamt haben bis zum Dreißigjährigen Krieg über
30 Baumeister im Stil der Weserrenaissance gebaut.
Besondere Bedeutung
hatte wegen seines weiten Wirkungskreises
Die Weserrenaissance
ist also nicht aus isolierter regionaler Tradition entstanden, sondern
sie ist ein Stil, der die europäischen Kulturbeziehungen der damaligen
Zeit widerspiegelt.
. |