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Das
Schiff war für die Wikinger ein Gegenstand zentraler Bedeutung. Nur
dadurch war die überraschende Ausdehnung ihrer Fahrten und die Verbreitung
ihrer Kultur in erstaunlich kurzer Zeit möglich.
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Dieses
ist das Nydam-Schiff, das im Museum im Schloß Gottorf bei Schleswig
ausgestellt ist. Es ist ein Vorläufer des eigentlichen Wikinger-Schiffes,
zeigt aber schon dessen wesentliche Merkmale: die langgestreckte Konstruktion
mit geringem Tiefgang und die Klinkerbauweise aus übereinanderlappenden
Planken.
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Ein
schlichtes, aber technisches unübertroffenes Exemplar ist das Gokstad-Schiff.
Es ist wahrscheinlich der Schiffstyp, mit dem die frühen Wikinger
begannen, die Weltmeere zu befahren. |
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Auf
diesem Bildstein aus Gotland ist dargestellt, wie die Krieger mit den seitlich
zum Schutz aufgerichteten Schilden in ihren Booten saßen. Die Schiffe
dienten fast ausschließlich zum Transport, von Gefechten auf See
ist nur ganz vereinzelt die Rede.
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Die
Schiffe der Wikinger waren universell brauchbar: Sie waren hochsee- und
ozeangängig, gleichzeitig aber flach genug, um Flüsse bis weit
in das Binnenland zu befahren. Die Langschiffe konnten mit einem Rahsegel
gesegelt, bei Flaute aber auch gerudert werden. Durch ihren flachen Kiel
waren sie außerdem geeignet, an jedem einigermaßen flachen
Strand zu landen und ihre Besatzung schnell an Land zu setzen.
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Das
Schiff hatte aber offenbar aber nicht nur eine wesentliche praktische Bedeutung
für die Wikinger, sondern war auch mythologisch wichtig. Es gab Begräbnisse
hochgestellter Personen mit ihren Schiffen (s. das Oseberg-Schiff im Abschnitt
"Schnitzkunst"), aber auch andere ließen sich wenigstens in einem
"Schiffssymbol" beerdigen - auf diesem Friedhof in Linholm Hoje in Dänemark
sind die Gräber von Steinsetzungen in Schiffsformen umgeben.
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