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 Männer wie Frauen 
befestigten ihre Kleidung
mit Nadeln oder Fibeln -
einer Art Sicherheitsnadel. 
Beide Gegenstände 
entwickelten sich zu 
Schmuckelemten an der 
Kleidung.
 Dieses ist die Schmucknadel eines Mannes - verziert mit drei schnurrbärtigen Wikingerköpfen.
 Die meisten Fibeln waren einfache, gegossene Massenware aus Bronze wie diese, die einer Frau aus der 
Normandie gehört haben.
 Wer es sich leisten konnten, trug jedoch 
massiv goldene oder wenigstens vergoldete
Stücke:  Ein Paar ovale Fibeln für eine Frau und eine Kleeblattfibel für das Obergewand eines Mannes.
 Die Fibeln wurden in verlorener Form gegossen. Dazu wurde von einer Patrize oder einem Originalstück ein Wachsmodell genommen, über dem die Oberform aus Lehm hergestellt wurde. In diese wurden die Stifte für 
die Nadeln eingesetzt, anschließend kleidete man sie mit wachsgestränktem Gewebe in der Stärke des 
erwünschten Gußstückes aus. Darüber wurde die Unterform gefertigt. Dann entfernte man das Gewebe, fügte
beide Formenhälften zusammen und nahm den Guß vor. Die erkaltete Form wurde zerschlagen, und damit war
die Fibel zur Weiterbearbeitung fertig.
Ein geputzer Gußrohling ... 
... und ein fertiges Stück, sorgfältig mit 
Filigran belegt und vergoldet.
 Auf diese Weise entstanden 
Prachtemeplare wie diese Brosche 
aus Nedrebø in Norwegen, die
aus dem 10. Jahrh. stammt.
 Fibeln waren aber keineswegs der einzige Schmuck. Diese besonders schöne Kollektion stammt von der Insel Gotland. Ganz oben und ganz unten wurde importierter Bergkristall verarbeitet. Außerdem sind eine Halskette aus bunten Glasperlen zu sehen und ein Silbercollier mit einem Fischmotiv, das nur auf Gotland vorkommt.
 Die Herstellung von 
Glasperlen ist bei den 
Wikingern sehr
verbreitet gewesen. 
Dabei wurde das 
geschmolzene Glas auf 
Metallstäben zu allen
möglichen Mustern 
gewickelt.
  Zur Herstellung von Metallschmuck wurde meistens
Hacksilber verwendet, das aus Beutezügen stammte.
Da Silber gleichzeitig nach Gewicht als Zahlungsmittel
diente, wurden die geraubten Stücke einfach in kleine
Schnipsel zerhackt.
Normannischer Silberschmuck aus einem Fund in Schottland.
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 Durch besonderen Reichtum und außerordentliche Schönheit zeichnet sich der Schmuck von Gotland aus. Diese Dose mit Motiven aus Goldfiligran wurde von einer Frau an der Brust getragen. 

 Im Gegensatz zum Mittelalter hatte Gotland in der Wikingerzeit kaum Handeslbeziehungen. Man nimmt an, daß die Bewohner durch Seeräuberei reich geworden sind.


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