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 Das Gebiet, das heute Schleswig-Holstein umfaßt, war bis ins frühe Mittelalter eher von Skandinavien beeinflußt und gehört in großen Teilen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu Dänemark. 

 Es scheint deshalb angemessen, an dieser Stelle ein wenig auf eine Kultur des Nordens einzugehen, die der Wikinger, die auch in Schleswig-Holstein ihre Spuren hinterlassen hat.
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Lindisfarne
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1066
 Die Wikinger treten am Ende des 8. Jahrhunderts in das Licht der Geschichte, und der Abschluß der Christianisierung und die Herausbildung von Staaten in Skandinavien am Anfang des 12. Jahrhunderts gilt im allgemeinen als das Ende der Wikingerzeit. In dieser relativ kurzen Periode von etwas über 300 Jahren sind die Wikinger auch nicht unbedingt als Träger von Kultur ins Bewußtsein der anderen Völker getreten, sondern als Krieger, Räuber und Plünderer. Trotzdem haben sie während dieses Zeitraums einen wesentlichen Beitrag zur Herausbildung des modernen Europa geleistet.
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Der Name
 Die Menschen, die später als Wikinger bezeichnet wurden, siedelten in Norwegen, Schweden und Dänemark. Sie waren wohl germanischen Ursprungs, Bauern und - nach germanischer Sitte - in Stämmen mit einem Häuptling an der Spitze organisiert. Auch ihre Sozialordnung entsprach der der Germanen. Ihre Sprache war das Altnordische, ebenfalls eine germanische Sprache.
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Schiffe
 Die Wikinger waren aber natürlich auch Seefahrer - ihr Lebensraum war rings vom Meer umgeben. Die Boote, die sie entwickelten, waren schnell und wendig und für ihre Größe erstaunlich seetüchtig und entwickelten sich schließlich zum Wikingerschiff. Mit Hilfe dieser Schiffe erreichten die Wikinger innerhalb der genannten 300 Jahre weite Teile Europas, besiedelten Island, bildenten Kolonien auf Grönland und in Amerika, fuhren über Rußland und die Ukraine bis nach Konstantinopel und über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland und Nordafrika. Dabei raubten und plünderten sie, aber sie siedelten auch und gründeten Staaten.
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Häuser

Stabkirchen
 Und die Kultur dieses Volkes? Die Wikinger waren keine Architekten - ihre Bauten waren meistens aus Holz und sind deshalb nicht oder nur in Bodenspuren erhalten geblieben, viele Siedlungen lagen in unwirtlichen Gebieten und sind deshalb verloren gegangen. Außerdem waren sie während des größten Teils ihrer Blütezeit Heiden, sie bauten keine Tempel oder sonstwie bemerkenswerte Gebäude. Erst ganz am Ende der Wikingerzeit entsteht vor allem in Norwegen die Architektur der hölzernen Stabkirchen, von denen einige noch erhalten sind.
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Die Stile
 Die künstlerischen Fähigkeiten der Wikinger lagen eher im kunsthandwerklich-dekorativen Bereich, wurden hier aber bis zur Meisterschaft entwickelt. Die Wikinger liebten das Ornament - alle ihre Artefakte, auch ihre Schiffe und wohl auch die Gebäude, waren mit reichen Verzierungen versehen, deren Hauptelement ineinander verschlungene Tiere und Planzen darstellen. Vollplastische oder szenische Darstellungen sind hingegen selten.
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Waffen
 Natürlich war bei ihnen die Waffentechnik hoch entwickelt, Waffen waren außerdem Statussymbol und wurden entsprechend kunsthandwerklich gestaltet.
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Schnitzkunst
 Auch der Schiffbau hatte neben der praktischen eine kulturelle Bedeutung. Schiffe waren nicht nur Transportmittel, sondern hatten auch eine kultische Bedeutung. Hochgestellte Persönlichkeiten wurden oft mit ihren Schiffen beerdigt. Entsprechend war die künstlerische Ausgestaltung. Die Meisterschaft in der Holzbearbeitung ist auch an anderen Objekten sichtbar. 
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Schmuck
 Groß war die Fertigkeit der nordmännischen Juweliere. Die Wikinger kannten - wie fast die gesamte antike und frühmittelalterliche Welt - keine Knöpfe, sondern die Kleidung wurde von Fibeln gehalten, die sich zu einem spezifischen Schmuckstück entwickelten. Aber auch Hals- und Armschmuck waren natürlich beliebt und verbreitet.
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Runensteine
 Eine Besonderheit der wikingischen Kultur sind die Runensteine.Sie stellen einen großen Teil des bildhauerischen Erbes dieser Zeit dar. .
 

Normannische Architektur
 Und schließlich haben die Wikinger auch europäische Stilrichtungen beeinflußt - die Romanik finden in den wikingischen Reichen in der Normandie und später in England sowie auf Sizilien eine besondere Ausprägung.
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